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Oberbürgermeister Köhler verurteilt Gewalt

Nach Brandanschlag auf Studentenverbindung Oberbürgermeister Köhler verurteilt Gewalt

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) hat nach dem Brandanschlag auf eine Studentenverbinung in der vergangenen Woche jede Form von Gewalt scharf verurteilt. „Gewalttätigkeit auch in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung kann und wird unsere Stadt nicht dulden.“

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Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler: „Gewalttätigkeit auch in der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung kann und wird unsere Stadt nicht dulden.“

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Er beziehe sich dabei auch auf einen Brandanschlag auf das Haus einer Burschenschaft in der Bürgerstraße, aber auch auf andere Vorfälle, bei denen Burschenschaftler und Verbindungsstudenten tätlich angegriffen worden waren.

Göttingen sei stolz darauf, eine Stadt zu sein, die keine Bevölkerungsgruppe ausgrenze, sagte Köhler am Montag. Auch wenn man Selbstverständnis, Lebensweise oder politische Auffassungen von Burschenschaftlern nicht teile, könne das keine Rechtfertigung dafür sein, ihnen mit Gewalt zu begegnen: „Wer in Göttingen lebt, darf keine Gewalt fürchten müssen, ob er einer Burschenschaft angehört oder nicht", sagte Köhler.

Zu den Vorfällen wie dem Brandanschlag zu schweigen, bedeute, die Gewalt in diesen Fällen  offenbar zu billigen, die Gewalttäter zu legitimieren und eine Zuspitzung gewalttätiger Auseinandersetzungen zu riskieren. „Das kann nicht sein.“, sagte Köhler, der sich eine "klare öffentliche Absage" der in Göttingen vertretenen demokratischen Parteien an die Gewalt erhofft.

Göttingen habe sich in den vergangenen Monaten als besonders hilfsbereite Stadt bei der Aufnahme von Geflüchteten erwiesen, die vor Gewalt und Terror in ihrer Heimat geflohen seien. „Mit der gleichen Entschlossenheit müssen wir auch gegen jede Form hausgemachter Gewalt bei uns selbst vorgehen",  meinte der Oberbürgermeister.

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