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"Was kann ich dafür, wenn der Baudezernent keinen Geschmack hat"

Oberbürgermeister Köhler stellt sich gegen Stadtbaurat "Was kann ich dafür, wenn der Baudezernent keinen Geschmack hat"

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) hat eine Meinungsverschiedenheit in der obersten Verwaltungsspitze in die Öffentlichkeit getragen: Auf der Bürgerinformationsveranstaltung zum Sartorius-Quartier kritisierte Köhler die Einschätzung von Baudezernent Thomas Dienberg zum ehemaligen EAM-Gebäude in Grone.

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In Bezug auf die "städtebauliche Bedeutung" sei bei dem Gebäude ein "Mehrwert" nicht zu erkennen, urteilte Dienberg.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Er habe das EAM-Gebäude "immer anders bewertet" als Baudezernent Dienberg, sagte Köhler öffentlich vor rund 100 Bürgern. Dienberg nahm nicht an der Veranstaltung teil. "Was kann ich dafür, wenn der Baudezernent keinen Geschmack hat?", fragte Köhler.

Dienberg hatte schon 2014 in einer Stellungnahme an das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) deutlich gemacht, dass er dem NLD mit seiner Einschätzung zur Schutzwürdigkeit des EAM-Gebäudes nicht folge. Andere Hochhausbauten aus den 1950er- und 1960er-Jahren machten es schwer, so Dienberg damals, "einen innovativen oder befestigenden Wert am EAM-Hochhaus" festzustellen und bescheinigte dem Gebäude eine "Unentschiedenheit".

In Bezug auf die "städtebauliche Bedeutung" sei bei dem Gebäude ein "Mehrwert" nicht zu erkennen, urteilte Dienberg. Eine Aufnahme in das Denkmalverzeichnis sei damit nicht gerechtfertigt. Das NLD hatte sich für eine Unterschutzstellung des Gebäudes ausgesprochen und das Gebäude am 18. Oktober dieses Jahres unter Schutz gestellt. Ungeachtet dessen ist das Gebäude inzwischen aber komplett entkernt und die ebenfalls geschützte Fassade abgerissen.

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