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Obstbäume stehen in voller Blütenpracht

Natur Obstbäume stehen in voller Blütenpracht

Lange hat sich nichts geregt, dann ging alles Knall auf Fall: Nach mehreren Frühlingstagen mit schon sommerlichen Temperaturen ist die Natur geradezu explodiert. „Es geht alles sehr schnell in diesem Jahr“, sagt Matthias Grünewald von der gleichnamigen Hilkeröder Baumschule. „Die Kirschen blühen bereits, die ersten Apfelbäume auch schon.“ 

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Blick aus Richtung Breitenberg auf die „Hilkeröder Schweiz“ mit ihren Obstbäumen: Blütenträume, so weit das Auge reicht.

Quelle: Pförtner

„Die Natur hat Nachholbedarf“, sagt auch Gerhard Schlie, der für die Heinz-Sielmann-Stiftung den Obstbaumschnitt auf Gut Herbigshagen durchführt: „Nach dem langen Winter ist jetzt alles auf einen Schlag gekommen.“ Zuerst blühe immer das Steinobst – Kirsche, Schlehe und Zwetschge – auf. In ein bis zwei Wochen werde auch Kernobst wie Apfel und Birne in voller Blüte stehen. Der Beginn der Kirschblüte markiere nicht nur in Japan den Beginn des meteorologischen Frühlings. Für die Obstblüte sei Mitte April eine normale Zeit, bestätigen beide Obstbaumexperten. 

Die Apfelblüte beginne aufgrund des Klimawandels inzwischen 19 Tage früher als noch vor 30 Jahren, meint hingegen die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Blick auf die langjährige Entwicklung des Wetters. Dies liege an höheren Temperaturen in den Monaten Februar, März und April. Auch die Ernte der Äpfel verschiebe sich nach vorn. „Bei Birne, Kirsche und Pflaume ist ein ähnlicher Trend zu beobachten“, sagte Karsten Klopp vom Obstbau-Versuchs- und Beratungszentrum. Er erwarte zudem eine bessere Qualität der Früchte. Gleichzeitig führe der Klimawandel aber zu mehr Schädlingen sowie zu mehr Schäden durch Hagel, Frost und Stürme.

                                                                                                                Von Kuno Mahnkopf

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