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„Ochsenkopf“ soll in Münden neue Attraktion werden

Konzerte und Public Viewing „Ochsenkopf“ soll in Münden neue Attraktion werden

Die Dreiflüssestadt soll eine neue kulturelle und touristische Attraktion bekommen: Im „Ochsenkopf“, einem imposanten Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1528, will der Pianist und Komponist Christian Möller ein Kulturcafé eröffnen.

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Blick in die Sydekumstraße: Im Fachwerkhaus rechts eröffnet der „Ochsenkopf“.

Quelle: EF

Hann. Münden. Weitläufig und großzügig sind die Räume an der Sydekumstraße 8, und wer die unzähligen Bücherborde und Notenablagen sieht, weiß sofort: Hier ist Kultur zu Hause. Und diese Kultur möchte Möller (60), der Leiter der Musikschule „Zusammenspiel“, die in den Räumen untergebracht ist, mit anderen teilen.

Darum eröffnet er am 1. August im Ochsenkopf ein Kulturcafé. Erst mal auf Probe, drei Wochen lang, dann macht er zwei Wochen Pause. Am 5. September eröffnet er erneut, wieder für drei Wochen. Dann will er Bilanz ziehen und entscheiden, ob sich eine dauerhafte Öffnung lohnt.

Vor den Fachwerkhäusern in der Innenstadt stünden häufig Touristen und staunten, so Möller. Aber sie hätten keine Möglichkeit, die Häuser von innen zu sehen. Das wolle er ändern: „Unser gesamtes Gebäude wird für Besucher frei zugänglich sein.“

Neben dem Café macht der studierte Musiker (Orgel und Komposition) zwei weitere Angebote: Zum einen will er mit Schülern der Musikschule jeden Abend Pop-, Klassik- und Jazz-Konzerte geben. Zum anderen soll im Anschluss an die Konzerte auf einer großen Leinwand Public Viewing angeboten werden – allerdings keine Fußballspiele, sondern Konzerte der Berliner Philharmoniker. Möller, der Spezialist für große Chorarrangements ist, besitzt fast 400 Film-Aufnahmen der Philharmoniker und betont, dass sie sowohl „Hörgenuss als auch neue Einblicke“ in die Spielweise des Orchesters böten.

Mit den Einnahmen soll der viergeschossige Ochsenkopf, dessen Gesamtfläche 540 Quadratmeter beträgt, saniert werden, so Möller. 1970 habe eine Grundsanierung stattgefunden, jetzt – 45 Jahre später – sei es Zeit, wieder etwas zu machen.

Von Hauke Rudolph

Das Café ist jeweils ab dem 1. August sowie dem 5. September drei Wochen lang täglich (außer montags) von 11 bis 17 Uhr geöffnet. An den Öffnungstagen gibt es um 20.30 Uhr ein Konzert sowie um 22 Uhr Public Viewing and Hearing.

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