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ÖPNV-Angebote im Raum Göttingen besser als ihr Ruf

Mobilitätszentrale soll Angebote bündeln ÖPNV-Angebote im Raum Göttingen besser als ihr Ruf

Gemeinsam wollen Stadt und Kreis Göttingen und weitere Kommunen mit Busunternehmen eine Mobilitätszentrale Südniedersachsen einrichten. Sie soll im Infoturm am Göttinger Bahnhof stationiert werden und über alle möglichen Fortbewegungsmittel informieren.

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Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist in der Region Göttingen „ja gar nicht so schlecht, wie viele glauben“, sagt Gerhard Löcker, lehrender ÖPNV-Experte und Vorsitzender  eines Arbeitskreises „Differenzierte Bedienung im ÖPNV“ des Verbandes Deutsche Verkehrsunternehmen. „Hier ist die Welt eigentlich noch in Ordnung“, fügte er an und überraschte damit am Montag Verkehrsplaner, Bürgermeister und anderen Teilnehmer eines Workshops zur Mobiliät in Südniedersachsen. Vielen sei das Angebot aber nicht bekannt, sagt Löcker - „da haben die Verkehrsunternehmen und ihre Auftraggeber auch eine Bringschuld“.

Diese Lücke wollen jetzt die Göttinger Verkehrsbetrieb (GöVB) für die Stadt Göttingen, der „Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen“ (ZVSN) für die Südniedersächsischen Kreise, private Verkehrsunternehmen und die Gemeinden im Raum Göttingen schließen. Innerhalb eines Jahres wollen sie ein Konzept für eine Mobilitätszentrale stricken, „die weit mehr bietet als Informationen über Busverbindungen“, ergänzte GöVB-Chef Michael Neugebauer. Mobilität sei heute weit mehr, als zu laufen, mit dem Auto zu fahren oder eben mit Bus und Bahn. In der Region gebe es längst mehrere Carsharing-Angebote, Projekt zur Elektromobilität, Fahrradverleih und auch selbst organisierte Pendeldienste in den Gemeinden. In einer Mobilitätszentrale sollen diese Angebot „professionell vernetzt“ werden.

Wichtig sei es aber auch, Mobilitätsangebote in die Landgemeinden zu bringen, beschrieb Löcker eine weitere Anregung der Workshop-Teilnehmer. Dazu könnte es in den Gemeindeverwaltungen hauptamtliche Mobilitätsbeauftragte geben und in den Dörfern ehrenamtliche Mobilitätspaten.

Ein erster konkreter Schritt sei bereits erfolgt, so Neugebauer. Das Regionalbus-Unternehmen RBB der Deutschen Bahn habe sich aus dem Zipfelturm am Göttinger ZOB zurückgezogen. Das Infobüro werde jetzt gemeinsam von ZVSN, Stadt Göttingen und weiteren Verkehrsunternehmen betrieben.     

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