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Ökumenischen Jugendgemeinde geht September in Göttingen an den Start

Christliche Gemeinde für junge Menschen Ökumenischen Jugendgemeinde geht September in Göttingen an den Start

Eine christliche Gemeinde, bei der junge Menschen im Mittelpunkt stehen: Das ist das Ziel der ökumenischen Jugendgemeinde, die im September in Göttingen an den Start gehen soll. Bei dem Projekt werden von den beteiligten Kirchengemeinden in doppelter Hinsicht Grenzen überschritten: räumlich und konfessionell.

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Bereiten das Treffen vor: v.l.: Jan Kracke, Nora Oppermann, Ellea Liedtke, Sabine Schumacher, Mirjam Schröder, Tabea Thiel, Marvin Dongers und Roland Elsas.

Quelle: Heller

Göttingen. Das gemeinsame Anliegen: Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren sollen ein Angebot erhalten, den christlichen Glauben zu leben, das für sie attraktiv ist und das sie selbst mitgestalten.

Bei Jugendlichen reiße oftmals nach der Konfirmation oder Firmung der Kontakt zu ihren Kirchengemeinden ab, sagt Roland Elsas vom Christlichem Verein junger Menschen (CVJM). Die ökumenische Gemeinde solle den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich weiter für den Glauben zu engagieren.

Während der Konfirmandenzeit stelle sich häufig auch heraus, dass die üblichen Sonntagsgottesdienste häufig nicht den Wünschen der Jugendlichen entsprächen, erklärt Pastor Michael Ebener von der reformierten Gemeinde.
Kern der Gemeinde soll ein Jugendgottesdienst sein, der 14-tägig im Saal der reformierten Gemeinde in der Unteren Karspüle gefeiert wird.

Der Saal, der über eine Bühne verfügt, biete den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, die Gottesdienste zu gestalten, so Tobias Lapp, Kirchenvorsteher an St. Albani. Das Besondere an dem Projekt sei, dass die Gottesdienste kontinuierlich und in geringen Abständen gefeiert würden, es sich also nicht nur um einige Einzelveranstaltungen im Jahr handele. In dem Gebäude steht außerdem ein Jugendkeller für weitere Treffen zur Verfügung.

Die Jugendlichen sollen die Gottesdienste selbst wesentlich mitgestalten. Sie sollten „von Jugendlichen für Jugendliche“ sein, sagt Sabine Schumacher von der landeskirchlichen Gemeinschaft. In einer Vorbereitungsgruppe sind bereits rund 20 Jugendliche aus verschiedenen Kirchengemeinden aktiv. Als Mentor soll ab September der 27-jährige Jugendreferent Christian Schernus als das Projekt begleiten.

Jesuitenpater Manfred Hösl von der katholischen Gemeinde St. Michael erhofft sich, dass bei dem Projekt eine Sprache gefunden wird, die junge Menschen erreicht. Weg von konfessionellen Extras gehe es bei dem Projekt um den Kern des Christentums. In der heutigen säkularen Gesellschaft sei die zentrale Frage erst einmal die nach Glaube oder Unglaube überhaupt.

Die Jugendgemeinde sei nicht als eigene Institution gedacht, so  Jacobi-Pastor Harald Storz. Die Jugendlichen blieben weiter Mitglied in ihren Herkunftsgemeinden. Die Federführung bei dem Projekt hat der Christliche Verein junger Menschen (CVJM), bei dem auch der Jugendreferent angestellt ist.

Beteiligt sind außerdem neun weitere Partner: vier lutherische Kirchengemeinden (St. Albani, Corvinus, St. Jacobi, St. Johannis Rosdorf), die katholische Gemeinde St. Michael, die Landeskirchliche Gemeinschaft, die reformierte Gemeinde, die Freie evangelische Gemeinde und die Baptisten.

Informationen zu dem Projekt gibt es beim CVJM unter Telefon 0551/59582 oder E-Mail buero@cvjm-goettingen.de.

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