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Öliges Ende einer ländlichen Schützenfest-Feier

Mit Altöl aus Trecker übergossen Öliges Ende einer ländlichen Schützenfest-Feier

Dunkel wie Altöl war die Nacht. Der Geist des Schützenfestbieres kreiste in der Blutbahn – wie nicht anders zu erwarten nach dem Dorffest.

Was den 46 Jahre alten Landwirt und Blasmusiker dann aber auf dem heimischen Hof erwartete, konnte niemand ahnen: Eine ganze Kanne Motoröl aus seinem eigenen Trecker ergoss sich über Kopf, Gesicht, die rote Blasmusiker-Weste und die Hauswand.

Das ölige Ende einer Schützenfestfeier ist bei der Polizei aktenkundig. Ermittelt wird gegen einen 31-jährigen Landwirt, einst Vertragspartner des Überfallenen. Beide hatten einen Bewirtschaftungsvertrag über ihre Felder, den der Ältere gekündigt hat. Wegen des Streits darum war man sich auf dem Schützenfest noch aus dem Weg gegangen. Als der letzte Marsch der Blasmusikanten verklungen war, die erste Stunde der neuen Woche schon begonnen hatte, kam es in der Dunkelheit des Hofes dann doch noch zum Showdown. Aus dem Hinterhalt traf den Hausherrn mehr als ein Liter Altöl. „Jetzt bist du dran!“, soll der Angreifer gerufen haben.

Ob er dabei tatsächlich mit dem Feuerzeug fuchtelte, wie im Dorf verbreitet wird, ist fraglich. Ein Faustschlag des Eingeölten aufs Auge des Ölkannen-Rowdies gab Gelegenheit, dass Frau, Tochter und andere Spätheimkehrer seinen Hilferufen folgen konnten. Artig blieb der Angreifer dann, bis die Polizei kam und das Schützenfest-Finale protokollierte.

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