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Schließung der Unterkunft gefordert

Offener Brief zur Siekhöhe an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler Schließung der Unterkunft gefordert

In einem offenen Brief haben zahlreiche politische Organisationen, Vereine, Verbände und Privatpersonen Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) aufgefordert, die Flüchtlingsunterkunft auf der Siekhöhe zu schließen. Die Unterzeichner kritisieren die Bedingungen in der Unterkunft.

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Schon vor der Eröffnung im Mai hatten Flüchtlingsunterstützer die Unterkunft kritisiert. (Archivbild)

Quelle: Archiv

Göttingen. "Kaum soziale Kontakte, Isolation statt Integration, fehlende Privatsphäre, Ungewissheit,  Stress und unzumutbare Lebensbedingungen - das ist die Realität der Massenunterkunft in  der Siekhöhe", heißt es in dem Brief. So seien die Wohnparzellen nach oben offen und böten keinen Rückzugsort vor der  Geräuschkulisse oder der Dauerbeleuchtung in der ehemaligen Lagerhalle. 

Die Unterbringung in einem Gewerbegebiet am Stadtrand mache eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nahezu unmöglich, argumentieren die Unterzeichner. Das Rote Kreuz als Betreiber der Einrichtung bemühe sich zwar um "abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten", diese ersetzten aber nicht gemeinsame Aktivitäten mit Göttinger Bürgern. Der Besuch von  Sportvereinen, Gespräche mit Nachbarn oder die Teilnahme an  Kindergeburtstagen würden erschwert.

Bessere Lebens- und Integrationsbedingungen für Geflüchtete. 

Notwendig dafür sei die "Schließung der Sammelunterkunft Siekhöhe ", die Belegung des zahlreichen Wohnungsleerstandes in der Stadt durch Geflüchtete  und andere Wohnungssuchende und eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Zudem müsste die "üblichen Wohnstandards beim Neubau von Unterkünften " eigehalten werden. Die solle sich gegen "die mit dem Integrationsgesetz geplante Wohnsitzbindung" einsetzen.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Arbeitskreis Asyl aus Göttingen und Witzenhausen, die Göttinger Jusos und Grüne Jugend, die DGB-Jugend, die Göttinger Linke und die Ratsfraktion der Antifaschistischen Linke, der Flüchtlingsrat Niedersachsen und verschiedene Initiativen aus der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe.

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