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Oktoberfest mit rosa Lederhose und Festumzug in Bremke

800 Besucher Oktoberfest mit rosa Lederhose und Festumzug in Bremke

Wenn im Hofbräu-Festzelt  auf der Wiesn zehntausend Besucher „Viva Bavaria“ singen, gleicht das einem Sturm. Doch wenn in der Tennishalle des TSV 800 Gäste das Niedersachsenlied schmettern, ist das so, als risse ein Orkan alles mit sich.

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Oktoberfest-Gaudi pur in der Bremker Tennishalle mit Musik und Bier bis zum frühen Morgen.

Quelle: Heller

Bremke. Das Oktoberfest in Bremke ist eine unglaubliche Sause. Die Eichenberger spielen einen Wiesn-Hit nach dem anderen, das Original-Oktoberfestbier fließt in Strömen, jung und alt tanzt auf den Tischen, und DJ Wolli heizt die Stimmung mit markigen Sprüchen noch weiter an.

Zwischendurch jault auf dem Dach die Sirene, und Stefan Dietrich bleibt vor Schreck kurzzeitig die Luft weg. Dann die Entwarnung: Zwar muss die Feuerwehr zu einem Scheunenbrand ausrücken, doch in der Halle ist alles okay, der TSV-Vorsitzende kann wieder frei atmen. Oder auch nicht, denn die Luft im Zelt ist zum Schneiden, viele Besucher begeben sich zwischendurch nach draußen, um ordentlich Sauerstoff zu tanken und sich dann wieder ins Getümmel zu stürzen.

„Unglaublich, was hier abgeht“, findet Thomas Lindemann, der zu der Gruppe gehört, die aus Göttingen in zwei großen vollbesetzten Bussen angereist ist, „diese geile Party muss man erlebt haben, um sie beschreiben zu können“.  
Eine der Höhepunkte des Festes nach dem großen Oktoberfest-Umzug am Nachmittag durch das ganze Dorf: die Wahl der Miss Dirndl. Rund 30 fesche Mädchen wollen mitmachen, fünf von ihnen dürfen sich nach einer Vorauswahl durch eine Jury dem Publikum stellen. Janine Vuja (20) aus Göttingen erntet gewaltigen Applaus, doch als sich Sophia Neupert vorstellt, klatscht, johlt und jubelt das ganze Zelt – die Versicherungskauffrau aus Bremke hat gewonnen.

Ob es die fesche rosa Lederhose war, die ihr den Sieg bescherte, oder doch eher der Heimvorteil: „Beides ein bisschen“, sagt die 20-Jährige und verspricht, trotz ihres grandiosen Triumphes auf dem Teppich zu bleiben: „Ihr dürft weiter Sophia zu mir sagen.“ Etwas sagen kann man im weiteren Verlauf des Bremker Oktoberfestes schon, aber hören würde das niemand: man muss schon brüllen, um sich halbwegs verständlich zu machen. Bis in die frühen Morgenstunden dauert das wilde Treiben, und die Sonne steht schon am Himmel, als die Letzten erschöpft und gezeichnet aus der Halle wanken. Vielleicht steuern sie schon das zünftige Haxn-Essen  am Sonntagmorgen an.

Von Hauke Rudolph

Das Oktoberfest in Bremke ist eine unglaubliche Sause. Die Eichenberger spielen einen Wiesn-Hit nach dem anderen, das Original-Oktoberfestbier fließt in Strömen, jung und alt tanzt auf den Tischen, und DJ Wolli heizt die Stimmung mit markigen Sprüchen noch weiter an. © Heller

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