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Open-Air-Kino lockt mehr als 700 Göttinger ins Freibad am Brauweg

Liegewiese statt Stuhlreihen Open-Air-Kino lockt mehr als 700 Göttinger ins Freibad am Brauweg

Mehr als 700 Menschen haben sich im Freibad am Brauweg versammelt, um gemeinsam Kino zu genießen. Auf dem Programm des Open-Air-Kinos, für das das Programmkino Lumière verantwortlich zeichnet, stand am Sonnabendabend Til Schweigers Tragikomödie „Honig im Kopf“.

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Quelle: Heller

Göttingen. Daniel Birkner schaut aufs Thermometer. 20 Grad sind es im heruntergekühlten Bauwagen, der rund 30 Meter von der Leinwand entfernt steht. Genau richtig für den Projektor und die empfindliche Vorführtechnik. Im Wagen ist Technik für rund 45 000 Euro verbaut – die eigentlich für kontrollierbare Bedingungen ausgelegt ist. Für Filmvorführer Birkner macht auch das den Reiz des Open-Air-Kinos aus, das seit etlichen Jahren eine Institution des Göttinger Sommers ist. „Bis vor zwei Jahren haben wir hier noch mit einem 35-Millimeter-Projektor gearbeitet“, erzählt Birkner. Jetzt ist alles digital, insbesondere dem Klang habe das sehr gut getan.

Der Filmstart ist an diesem Abend in Abhängigkeit vom Restlicht für 21.30  Uhr geplant. Für Birkner, einem von fünf Filmvorführern beim Lumière, beginnt die Arbeit sehr viel früher: Um 18 Uhr hat das Lumière-Team die Leinwand aufgebaut, auch der Kiosk benötigt viel Vorbereitung – Strapazen, die sich lohnen: „Die Stimmung hier ist jedes Mal irre“, meint Birkner. Eben ganz anders als in den Sitzreihen eines Kinos.

Cemre Ölmez ist mit ihren Freundinnen hier und findet es vor allem klasse, dass sie vor dem Film noch schwimmen gehen kann. „Das geht im normalen Kino natürlich nicht.“ Auch   Hans Bogner, der zum ersten Mal dabei ist, vermisst keine roten Polstersessel: „Ganz anders als im Kino ist, dass man sich hier gegenseitig von seinem mitgebrachten Essen anbietet, die Stimmung ist schon besonders.“ Und anscheinend so besonders, dass auch bei Sturm und Regen immer Besucher da sind. „Ab Windstärke 8  ist Feierabend, aber grundsätzlich zeigen wir Filme auch bei schlechtem Wetter“, sagt Birkner. 

Besucherrekorde stellen sich aber nur bei Sonnenschein ein. Derzeit liegt „Monsieur Claude“ mit 823 verkauften Eintrittskarten vorn. Zeit genug, diesen Rekord zu überbieten, gibt es auch noch: Zahlreiche weitere Filme werden noch bis Ende August gezeigt. Und vielleicht noch wichtiger: Ab kommender Woche ist eine brandneue Popcorn-Maschine einsatzbereit.

jro

Das Programm gibt es unter lumiere.de

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