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Organtransport kollidiert auf A 7 bei Göttingen

Trotz Blaulicht und Martinshorn Organtransport kollidiert auf A 7 bei Göttingen

Auf der A 7 in Höhe der Werratalbücke ist es am Samstagabend (08.08.15) gegen 18.15 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen einem mit zwei 67 und 69 Jahre alten Eheleuten  aus Dessau (Sachsen-Anhalt) besetzten Skoda Octavia und einem Fahrzeug des Malteser-Hilfsdienstes gekommen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Bei der Kollision wurden die beiden Insassen des Skoda und der 26 Jahre alte Fahrer des Audi A 4 Avant aus Marburg-Biedenkopf (Hessen) leicht verletzt. Ersten Ermittlungen und Zeugenaussagen zufolge war das Malteserfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf dem ganz linken Fahrstreifen in Richtung Hannover unterwegs. Mit an Bord: zwei Spenderorgane.

Kurz vor der Blitzeranlage  an der Werratalbrücke wechselte der 67 Jahre alte Skodafahrer vermutlich ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten plötzlich vom mittleren auf den linken Überholfahrstreifen. Der von hinten mit Sonder- und Wegerechten herannahende Fahrer des Malteserwagens leitete sofort eine Vollbremsung ein, konnte aber dennoch den Zusammenstoß mit dem Wagen des Ehepaares nicht verhindern.

Die Wucht des Aufpralls verschob die Mittelschutzplanke in Höhe der Unfallstelle derart, dass die Kameras der Radaranlage verbogen wurden. Skoda und Audi kamen anschließend auf den Standstreifen zu Stehen.

Beim Überfahren von auf der Fahrbahn verstreuten Fahrzeugteilen wurde ein nachfolgender Skoda Octavia aus Wolfsburg leicht am Unterboden beschädigt. Der 27-jährige Fahrer blieb unverletzt. Die beiden in dem Audi Avant transportierten Organe, darunter eine Niere, wurden in Absprache mit dem Nephrologischen Zentrum Niedersachsen noch am Unfallort von einer Funkstreife der Göttinger Autobahnpolizei übernommen und sofort nach Hann. Münden weiter transportiert.

Der entstandene Gesamtschaden beläuft nach ersten Schätzungen auf rund 31.000 Euro.

ots

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