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Orientierungssinn im Irrgarten bei Schloss Berlepsch gefordert

Kreuz und quer durchs Maisfeld Orientierungssinn im Irrgarten bei Schloss Berlepsch gefordert

Seit Anfang August ist es bei Schloss Berlepsch an Sonnabenden, Sonntagen und Feiertagen möglich, einen Weg durch ein  Maislabyrinth zu suchen. Geöffnet ist das etwa 20000 Quadratmeter große Feld mit Irrwegen in einer Gesamtlänge von rund sechs Kilometern jeweils von 11 bis 16 Uhr.

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Nina Scheffler und Sohn Linus aus Northeim: Beide stapfen geschafft aber stolz dem Ausgang entgegen.

Quelle: Heller

Mollenfelde. „Bis dahin sollten alle wieder herausgefunden haben“, sagt Niklas Osmers an der Kasse und lacht. Und falls nicht, steige er auf die Strohballen auf dem benachbarten Feld, um Ausschau zu halten. Allerdings seien bisher alle früher oder später wieder aufgetaucht. Für die kurze Labyrinth-Variante, die gerne von Familien mit kleinen Kindern gewählt werde, benötige man etwa eine Viertelstunde. Die lange Variante macht den Großteil des Feldes aus.

Eine bis anderthalb Stunden sollten hierfür an Zeit einkalkuliert werden, rät Osmers. Nicht nur der Weg zum Ausgang ist im Maislabyrinth das Ziel, sondern auch, möglichst viele der acht Stempel zu finden, die inmitten des mannshohen Maises positioniert sind. In der vergangenen Saison habe einmal eine Familie alle acht Stempel beisammen gehabt, erinnert sich der junge Kassierer. Allerdings hätten sie dafür auch gut zweieinhalb Stunden benötigt.

In diesem Jahr wurde auf Anregung vieler Besucher vom vergangenen Jahr vor allem in der Kurz-Variante einige kleine Aufgaben für die Kinder aufgenommen. Osmers gibt den Mutigen gerne auch Tipps für ihren Weg durchs Labyrinth. So fragt er stets, ob ein „Rettungsplan“ gewünscht werde. Das lässt manchen erst einmal stutzen, allerdings ist damit ein Handzettel gemeint, auf dem das Labyrinth skizziert ist. Dumm nur, wenn man schon inmitten der Mais-Pflanzen steht, und seinen Standort auf dem Plan nicht findet – aber darüber machen sich die wenigsten vorher schon Gedanken.

Am ersten Wochenende, als das Berlepscher Maislabyrinth geöffnet hatte, wagte auch Ines Knauf samt Gatte und den beiden Enkelkindern den Gang durch den Irrgarten. Nach gut einer halben Stunde tauchen die Vier wieder auf. Das Paar aus Bad Sooden-Allendorf und die acht und neun Jahre alten Enkel haben den kurzen Weg gewählt. Wenig später tauchen am Eingang zur großen Runde Saskia und Nils aus Friedland auf. Das Paar hat, so gesteht die junge Frau, angesichts der prallen Sonne die Lust verloren und den Rückzug angetreten.

Nicht so Nina Scheffler und Sohn Linus aus Northeim. Beide stapfen geschafft aber stolz dem Ausgang entgegen. Auf die Frage, ob sie sich oft verlaufen haben, sagt der Achtjährige: „Meine Mama hat mich ab und zu in die Irre geführt“. Die Northeimerin wandte eine ganz besondere Taktik an. Sie habe sich versucht, anhand der umgebenden Landschaft zu orientieren, sagt sie. Schwierig sei es eher gewesen, die Stempel zu finden. Auf den Pfaden im Innern des Maisfeldes hätten sie hin und wieder dieselben Leute getroffen.

Den Tipp mit dem Maislabyrinth bei Schloss Berlepsch habe sie von einer Bekannten bekommen, sagt Scheffler. In der Zeitung hat Kerstin Seemann davon gelesen. Zusammen mit Mann Andreas und den Kindern Hanna (anderthalb Jahre alt), Lea (fünf) und Mia (acht) wählte die Familie aus Witzenhausen die kleine Runde. Und während die Kleinen schon gespannt waren, was sie erwartet, murrte Vater Andreas: „Das ist aber ganz schön teuer.“ Aber bei einem solch sympathischen jungen Mann an der Kasse, wie Niklas Osmers, zückte der Familienvater schließlich doch den Geldbeutel.

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