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Orthopädietechnik "ist ziemlich cool"

Berufeparcours Orthopädietechnik "ist ziemlich cool"

Aus sechs Schulen sind am Mittwoch Schüler der neunten Klasse in die Geschwister-Scholl-Gesamtschule gekommen, um am sogenannten „Berufeparcours“ teilzunehmen.

Ein Schüler fertigt Rosenblätter aus Marzipan.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen.

Aufgeteilt in Jungen und Mädchen konnten sich die Schüler über mehr als 20 verschiedene vorrangig technische Berufe informieren. Die Bildungsreferentin der Stiftung Niedersachsen Metall, Bettina Blecher, organisiert den „Parcours schon zum achten oder neunten Mal“, erzählt sie. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mädchen technische Berufe genauso gut können wie die Jungen. Aber wenn sie hier zusammen die Stationen ablaufen, ziehen die Mädchen oft den Kürzeren, weil sie sich nicht sofort trauen.“ Auch die 15-jährige Anna Domeyer findet die Trennung sinnvoll: „So muss man sich keine Kommentare von den Jungs anhören.“

Die Vielfalt der Berufsgruppen ist groß. Chemie- und Physiklaboranten stellen ihre Berufe vor, genau wie Elektroniker, Hauswirtschaftler und Feinoptiker. „Der Berufeparcours ist nicht wie andere Berufsmessen, bei denen man jede Menge Kullis und Blöcke bekommt“, sagt Blecher. „Die Schüler können viel selber ausprobieren.“ Bei dem Konditor und Bäckermeister Thomas Hinz können die Schüler Rosenblätter und Marzipanherzen herstellen und hinterher mit nach Hause nehmen.

„Wir haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Hinz. „Wir wollen den Beruf den Menschen zutragen.“ Die 16-jährige Iliana hat bei den Chemielaboranten der Firma Sartorius eine Handcreme gemischt. „Das gefällt mir gut“, sagt sie. „Vielleicht möchte ich später in dem Bereich arbeiten.“ Die Schülerinnen Fenja (14) und Annika (15) laufen die Stationen gemeinsam ab. Es gefällt ihnen gut, sie haben sich schon mehrere Berufe näher angesehen. „Es ist ziemlich cool“, meint Fenja, während sie sich von einem Orthopädietechniker einen Silikonfinger anfertigen lässt. „Man kann gut mit den Leuten sprechen.“ hal

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