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Ortsdurchfahrt Groß Lengden mit Kompromissen und kurzen Engpässen

„Wir sind ihnen entgegengekommen“ Ortsdurchfahrt Groß Lengden mit Kompromissen und kurzen Engpässen

Die Ortsdurchfahrt von Groß Lengden bleibt eine nicht endende Geschichte: Seit 30 Jahren ist ihr Ausbau im Gespräch, seit 15 Jahren wird konkret geplant und gestritten. Jetzt prüft der Landkreis eine Variante, die aus Sicht der Gemeinde Gleichen gute Chancen auf eine Genehmigung hat. Und doch glaubt Bauamtsleiter Rainer Schumacher nicht, dass die Straße so schnell gebaut wird.

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Quelle: Pförtner

Groß Lengden. Die Göttinger Straße im Zuge der Landesstraße L574 ist eine typische Ortsdurchfahrt. Die Landesbehörde für Straßenbau will sie schon lange ausbauen, die Gemeinde Gleichen dann auch einen Fußweg anlegen. 2001 gab es erste konkrete Pläne – und erste Kritik. Manche Dorfbewohner fürchten eine Rennstrecke durch ihren Ort. Anlieger wollten für den neuen Fußweg nichts von ihrem Grundstück abgeben. Dann gab es Diskussionen um die Höhe des Fußweges. Als 2012 ein erstes Planfeststellungsverfahren eingeleitet wurde, gab es immer noch 51 Stellungnahmen gegen den Ausbau.

 
Jetzt sind aus Sicht der Gemeindeverwaltung alle Hürden genommen – mit manchem Kompromiss, sagte Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) jetzt im Ratsausschuss für öffentliche Einrichtungen. Dazu gehören auch zwei Engstellen, an denen die Fahrbahn einspurig geführt wird. Dort reicht der Platz nicht aus, die Anwohner wollten von ihrem Grund nichts verkaufen. Die etwa 150 Meter auseinander liegenden Engstellen seien jetzt noch einmal verkürzt worden, ergänzte Schumacher. Damit seien sie besser einsehbar.

 
Das sehen Anlieger anders. Im Ausschuss monierten sie, dass sie an den engen Stellen nur schwer von ihren Höfen abbiegen könnten. Auch im Bereich der Vorderdorfstraße werde der Abbiegeverkehr erheblich erschwert. „Aber wir sind ihnen doch schon so weit entgegengekommen“, konterte Kuhlmann. Wenn der Landkreis grünes Licht gibt, müssten vom Land und von der Gemeinde erst einmal die Gelder bereitgestellt werden, sagte Schuhmacher. Gebaut werde sicher nicht in diesem Jahr, „vielleicht auch erst im übernächsten“.

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