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Ortsrat Bischhausen: Windräder sollen 1000 Meter Abstand zu Wohnhäusern haben

Windkraft „trägt nicht zum Dorffrieden bei“ Ortsrat Bischhausen: Windräder sollen 1000 Meter Abstand zu Wohnhäusern haben

Neben dem Punkt „Reinigung der Straßeneinläufe“ stand bei der 13. Sitzung des Ortsrates Bischhausen das Thema Windkraftanlagen auf der Tagesordnung, teilte Ortsbürgermeister Volkmar Büermann mit. Dabei hat sich der Ortsrat für den Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Gleichen ausgesprochen.

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Quelle: dapd (Symbolfoto)

Bischhausen. Der Antrag sieht vor, dass „die Vorranggebiete für Windkraft, welche näher als 1000 Meter zur Wohnbebauung Bischhausens heranreichen“, auf einen „Abstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung“ des Ortes beschränkt werden. Auf den Windkraft-Vorranggebieten des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Gleichen stehen aktuell sieben Windenergieanlagen, eine achte ist in Planung. Laut Antrag habe sich gezeigt, dass es an den Dorfrandstraßen bei „entsprechenden Windlagen verstärkt zu Lärmbelästigung kommt“. Somit hätten die Grundstücke an Wert verloren. Weiter im Dorf liegende Grundstücke hätten deutlich geringere Beeinträchtigungen. Durch diese Ungleichheit trügen die Windkraftanlagen nicht zum Dorffrieden bei.

Laut Antrag würde das Unternehmen Windwärts aus Hannover im Vorranggebiet zwischen Bischhausen und Weißenborn zwei weitere Windkraftanlagen als technisch und wirtschaftlich sinnvoll erachten. Eine der Anlagen würde damit bis „auf 600 Meter an den Ortsrand Bischhausens herankommen“. Auch wenn noch keine konkrete Planung vorliege, sei dies laut Antrag nicht akzeptabel. Mit Hinweis auf die freiwillige Abstandshaltung von 1000 Metern zur Wohnbebauung der Gesellschaft Windkraft Diemarden sowie auf eine Stellungnahme des Niedersächsischen Umweltministeriums zur Petition der Bürgerinitiative Pro Region Wendebach macht der Ortsrat darauf Aufmerksam, dass die Gemeinde Gleichen als Planungsträger des Flächennutzungsplans die Möglichkeit habe, „Abstände von 1000 Metern festzulegen, sofern ausreichend Windenergie-Vorranggebiete ausgewiesen sind“. Der Antrag wurde mit mehrheitlich angenommen.

Außerdem ging der Rat bei seiner Sitzung auf die Straßeneinläufe des Ortes ein. Die Freiwillige Feuerwehr übernehme nun die Reinigung, teilt Büermann mit. Die Finanzierung von 250 Euro übernimmt der Ortsrat. Außerdem wurde beschlossen, dass der Ortsrat eine Bank für den Friedhof stiftet. Die Kosten werden sich auf rund 200 Euro belaufen, schätzt der Ortsbürgermeister.

Von Friedrich Schmidt

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