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Ortsrat Elliehausen fordert Abbau von zwei Stromleitungen

380-kV-Leitung Ortsrat Elliehausen fordert Abbau von zwei Stromleitungen

Das „Siedlungsentwicklungskonzept Göttingen 2025“ zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans hat Stadtplaner Hans-Dieter Ohlow während der Sitzung des Ortsrates Elliehausen/Esebeck am Dienstag vorgestellt. Präsentationen des Konzepts erfolgen derzeit im Rahmen der Beteiligung der Ortsräte.

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Die Trassenführung von Stromleitungen beschäftigt den Ortsrat in Elliehausen und Esebeck.

Quelle: DPA

Elliehausen/Esebeck. Ohlow gab auch eine Zusammenfassung zum Sachstand der geplanten 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar. Einstimmig befürwortete der Ortsrat dazu den Beschlussvorschlag der Stadt Göttingen „unter der Bedingung, dass die beiden 110-Kilovolt-Leitungen von Avacon und Bahnstrom, die direkt an der Schule in Elliehausen vorbeiführen, abgebaut“ und mit der 380-KV-Leitung zusammengelegt werden. Das Gremium folgte damit einem Vorschlag der Fraktionen Grüne und SPD.

Sämtliche Anträge des Ortsrates als Handlungsaufforderung an die Stadtverwaltung wurden einstimmig gefasst. So schloss sich das Gremium mit der Ablehnung einer möglichen Süd-Link-Trasse dem Beschluss des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen und Knutbühren an. Auf Anregung der CDU wurde der Um- beziehungsweise Neugestaltung des Spielplatzes in Esebeck zugestimmt, der einer der wenigen Treffpunkte für Kinder im Ort sei. Für ein begrenztes Halteverbot in der Straße Zum Kuhberg in Esebeck sprach sich der Ortsrat während der Erntezeit vom 1. Juli bis 1. Januar aus.

Geschlossen lehnte der Ortsrat die umfassende Sanierung des Elliehäuser Eikborns samt Erneuerung des Abwasserkanals, der Straße sowie des Fußweges ab. Die finanzielle Belastung in Höhe von rund 400 000 Euro wäre enorm für die Anlieger, so Bürgermeister Fritz-Wilhelm Neumann (SPD). Befürwortet wurde eine Kanalsanierung. Eine Straßensanierung soll bis 2018 so weit verschoben werden, bis ein Neuaufbau der Straße unumgänglich sei. Als investive Wünsche für den Haushalt 2016 wurden die Errichtung eines Parkstreifens am Friedhof sowie der Kauf des Elliehäuser Angers durch die Stadt Göttingen festgelegt. Zur Förderung der Jugendfeuerwehr Esebeck wurden 100 Euro aus Ortsratsmitteln bewilligt.

In der Einwohnerfragestunde kritisierte die Bürgerinitiative gegen Windräder, dass der Ortsrat zu wenig über die Pläne der Stadtverwaltung informiere und sich im Vergleich zu anderen Ortsräten zu wenig aktiv einsetze. Der Punkt sei „verschoben, weil wir nicht alle Informationen haben“, so Rainer Rohrbach. Der SPD-Ratsherr und der Bürgermeister boten die Möglichkeit einer Bürgerversammlung mit einem verantwortlichen Vertreter der Stadt an.

von Karola Hoffmann

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