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Ortsrat Grone billigt Lärmaktionsplan der Stadt

Lärm von Straße und Schiene Ortsrat Grone billigt Lärmaktionsplan der Stadt

Der Ortsrat Grone hat den Lärmaktionsplan der Stadt gebilligt. Bei der Vorstellung des Plans durch Gudrun Friedrich-Braun, Leiterin des städtischen Fachbereichs Stadtgrün und Umwelt, äußerten einige Ratsmitglieder aber auch Kritik.

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Quelle: Hinzmann (Symbolfoto)

Grone. Er könne nicht verstehen, dass auf Höhe des ehemaligen Herkules-Marktes jetzt sogenannter Flüsterasphalt (Asphalt, der den Schall von Fahrgeräuschen absorbiert) liege, sagte Wolfgang Thielbörger: „Dort wohnt doch überhaupt kein Mensch.“

Überhaupt wäre es besser gewesen, bei den Maßnahmen zur Lärmbeseitigung auf der Kasseler Landstraße, wo die Höchstgeschwindigkeit von 60 auf 50 reduziert wurde, die Anwohner stärker in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen, so der FDP-Politiker weiter.

Er sei von dem Plan insgesamt enttäuscht, sagte Hans-Henning Eilert. Wer am Westrand der Autobahn wohne, werde durch den Autolärm massiv beeinträchtigt.  „Warum wird da nicht mehr für den Schallschutz getan?“, wunderte sich der CDU-Mann.

Gutachten liegt nicht vor

Verärgert ist der Ortsrat über das Eisenbahn-Bundesamt. Die Behörde mit Sitz in Bonn sollte eigentlich ein Gutachten darüber erstellen, in welchem Ausmaß Grone vom Schienenlärm betroffen ist. Doch dieses Gutachten liege weiterhin nicht vor, berichtete Friedrich-Braun.

Insgesamt äußerte sich das Gremium jedoch positiv zu dem Plan. „Nur weil nicht alles perfekt ist, ist doch nicht alles schlecht.“ Mit dieser Aussage gab Maria Gerl-Plein (Grüne) die Meinung der meisten Ortsratsmitglieder wieder.

Friedrich-Braun kündigte unterdessen eine gutachterliche Detailuntersuchung an, die klären soll, inwiefern die eventuell geplante Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30, die von 22 Uhr bis 6 Uhr auf der Kasseler Landstraße gelten soll, sinnvoll ist.

Von Hauke Rudolf

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