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Ortsrat Groß Ellershausen lehnt Südlink-Trasse ab

Stromtrasse über Göttinger Stadtgebiet Ortsrat Groß Ellershausen lehnt Südlink-Trasse ab

Der Ortsrat Groß Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren lehnt den Verlauf der Südlink genannten Stromtrasse über das Göttinger Stadtgebiet ab. Einstimmig ist er am Donnerstagabend einer Anregung der SPD-Fraktion gefolgt.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Groß Ellerhausen. Danach soll sich die Stadtverwaltung bei der Bundesnetzagentur dafür einzusetzen, „dass bei der Nachbesserung des Südlink-Trassengrobkorridors das Göttinger Stadtgebiet mit dem engen Leinetal nicht erneut betroffen ist“, heißt es darin. Dies wäre aber bei der Auswahl der „Trasse Mitte“, die durch das Stadtgebiet Göttingen verlaufe, der Fall. Anders als bei der von Netzbetreiber Tennet vorgeschlagenen Trasse „Mitte-West“.

Die Bundesnetzagentur habe den Tennet-Antrag für den Trassenverlauf Mitte-West zurückgewiesen, die Nennung von Alternativ-Trassen verlangt und auf eine wünschenswerte Bündelung mit bestehenden Infrastrukturen hingewiesen, etwa der Autobahn und Bahntrassen, heißt es in der SPD-Begründung. „So eine Konzentration ist entschieden abzulehnen“, sagte Heidrun von der Heide (SPD). Damit käme zur Mehrfachbelastung des westlichen Stadtgebietes einschließlich der drei Ortsteile neben Autobahn, ICE-Trasse, 380 KV-Drehstromfreileitung und Erdverkabelung auch noch die Gleichstromtrasse als Freileitung hinzu.

Die Südlink-Leitung soll Strom von Wilster an der Elbmündung über eine Strecke von 600 bis 700 Kilometern bis ins bayerische Grafenrheinfeld transportieren. Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnik soll dabei zum Einsatz kommen. Die Trasse ist Teil des Netzentwicklungsplanes der Bundesrepublik. Nach Tennet-Angaben sollen die Kosten für die Trasse im unteren einstelligen Milliardenbereich liegen.    

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