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Ortsrat Herberhausen lehnt Naturschutzgebiet ab

Mit großer Mehrheit Ortsrat Herberhausen lehnt Naturschutzgebiet ab

Der Ortsrat Herberhausen wehrt sich mit großer Mehrheit gegen eine Ausweisung des Drakenbergs als Naturschutzgebiet. In einer Stellungnahme an die Stadtverwaltung wird das Vorhaben abgelehnt.

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Quelle: Hollemann/dpa (Symbolfoto)

Herberhausen. In der Stadtverwaltung gibt es den Plan, das Naturschutzgebiet Bratental auf Teile des Drakenbergs auszuweiten. Die Fläche sei jedoch als Landschaftsschutzgebiet bereits ausreichend geschützt, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von CDU, SPD und WGH, die Jens Droß (WGH) im Ortsrat vortrug. Ein strengerer Schutz sei nicht notwendig.

Die jetzige Artenvielfalt und das jetzige Landschaftsbild seien mit dem Status Landschaftsschutzgebiet erreicht worden, heißt es in der Stellungnahmen. Am und auf dem Drakenberg gebe es Grundstücke, die im Besitz von Privateigentümern seien und landwirtschaftlich genutzt würden. Gerade diese Bewirtschaftung habe dazu geführt, dass sich das Gebiet positiv entwickelt habe Bei einer Ausweisung als Naturschutzgebiet könnten die Flächen dagegen vermutlich nicht mehr in der heutigen Form bewirtschaftet werden, was auch zu Wertverlusten für die Eigentümer führen könne.

Ortbürgermeisterin Ingrid Möhring (SPD) ergänzte, bei dem Drakenberg handele es sich um Kulturland. Ohne Pflege und Bearbeitung werde es ganz schnell zuwachsen – „ohne Orchideen und Himmelsschlüssel“. In einem Naturschutzgebiet dürften die Kinder keine Buden mehr bauen und keine Champignons mehr von den Wiesen geholt werden. Es gehe auch darum, den Kindern „die Liebe zum Drakenberg“ weiterzugeben. Volker Grothey (SPD) wünschte sich, dass auch seine Enkel durch die Wiesen und Wälder laufen können: „Mit einem Naturschutzgebiet erreichen wir nichts.“ Es habe in den bisherigen Gesprächen keine Antwort darauf gegeben, warum eine Ausweisung als Naturschutzgebiet notwendig sein solle, ergänzte Mario Lockemann (CDU).

Lediglich Ingeborg Rippen (Grüne) kritisierte die Stellungnahme, die auch von der Jagdgenossenschaft Herberhausen befürwortet wird. Die Ausweisung eines Naturschutzgebietes bringe auch Vorteile, es gehe nicht nur um Eigentümer-Interessen, sondern auch um Naturschutz, und zudem sei eine Wertminderung unsicher, meinte sie – und stimmte als einzige gegen die Stellungnahme.

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