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Ortsrat Hevensen lehnt Hähnchenmast ab

Bauvoranfrage eines Landwirtes Ortsrat Hevensen lehnt Hähnchenmast ab

Über die geplante Mastanlage für 29 500 Hähnchen im Hevenser Gewerbegebiet ist am Montag erneut in Ortsrat diskutiert worden. Als landwirtschaftliche Anlage lehnte der Rat das Projekt ab. Jetzt hat der Investor eine Bauvoranfrage für eine gewerbliche Anlage gestellt.

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Über die geplante Masthähnchenanlage für 29500 Tiere im Hevenser Gewerbegebiet ist am Montagabend erneut in Ortsrat Hevensen diskutiert worden.

Quelle: Hinzmann

Hevensen. Aus rechtlicher Sicht sei das möglich, so die Auffassung der Verwaltung. Doch vielen Bürgern passt das nicht. Mit einer 3:2-Mehrheit lehnte der Ortsrat am Ende den Empfehlungsbeschluss der Verwaltung ab. Wohl wissend, wie Ortsbürgermeister Gert Küchemann ((BHH) feststellte, „dass wir am Ende überstimmt werden“.

Die Argumente, die laut Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos), eine Zustimmung erforderlich machen, mochten die Gegner der Masthähnchenanlage nicht akzeptieren. Die von den Sprecherinnen der Bürgerinitiative gegen die Anlage angeführten Positionen glichen jenen, die schon vor einem Jahr angeführt worden waren. Von dem Stall würden Keime ausgehen, die die Gesundheit der Hevenser gefährdeten, und es handle sich nicht um eine artgerechte Tierhaltung, sagten Brigitte Halbauer und Gudrun Hühne-Osterloh. Am Ende waren die Wortmeldungen nicht mehr sachlich. „Wie könnt ihr uns nur zu eurem eigenen Nutzen sowas antun?“, regte sich Hühne-Osterloh an die Adresse des Landwirtes gerichtet auf.

Voriges Jahr hatte der Hevenser Landwirt die Masthähnchenanlage Am Wellborn bereits als landwirtschaftlichen Betrieb beantragt, was vom Rat der Stadt Hardegsen abgelehnt worden war, da es sich beim geplanten Standort neben der Biogasanlage um ein Gewerbegebiet handle. Mit seiner jetzigen Bauvoranfrage für einen gewerblichen Betrieb wolle er endgültig klären, was möglich sei, denn ursprüngliche habe ihm das städtische Bauamte andere Auskünfte gegeben, sagte Arne Mennerich. Seine Familie will den Stall auf eigenem Gelände neben der Biogasanlage bauen und betreiben.

Nach Einschätzung des Justiziars, den die Stadt in der Frage um Rat gefragt hatte, sei die Anlage als gewerblicher Betrieb möglich, und auch der Landkreis Northeim als Genehmigungsbehörde sieht keinen Grund, der eine Ablehnung des Masthähnchenstalls als gewerblichem Betrieb rechtfertigen würde.

Thomas Spangenberg, FDP-Ratsherr in Hardegsen, trat während der Ortsratssitzung als Fürsprecher für den Betrieb auf. Die geplante Anlage erhalte die Existenz „eines hier ansässigen Landwirtes, der zur Kultur unseres Dorfes beiträgt“, argumentierte er, wurde aber von den Gegnern des Projektes mehrfach abgebügelt.

Am Donnerstag, 5. November, befasst sich der städtische Ausschuss für Stadtplanung und Bau mit dem Thema. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Verwaltungsgebäude in Hardegsen.

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