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Ortsrat Nikolausberg gegen neuen Flächennutzungsplan

Absage an Planänderung Ortsrat Nikolausberg gegen neuen Flächennutzungsplan

Der Ortsrat ist weiterhin standhaft geblieben: Einstimmig hat er am Donnerstag einer Änderung des Flächennutzungsplanes „Max-Planck-Institut – Fassberg“ endgültig eine Abfuhr erteilt. Mit dem Nein geht eine knapp fünfjährige Diskussion im Ortsrat zu Ende. Abschließend entscheidet der Rat über den geänderten Plan.

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Fläche für eine mögliche Erweiterung der Max-Planck-Institute am Nikolausberger Fassberg.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mit der Änderung will die Stadtverwaltung „optimale Standortbedingungen für Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen“ schaffen.

Dazu ist in Nikolausberg geplant, eine rund 3,4 Hektar große Sonderbaufläche für Forschungseinrichtungen auszuweisen. Der Forschungsstandort Göttingen solle so gestärkt werden, erläuterte Planer Hans-Dieter Ohlow diese „vorausschauende Flächenpolitik“, mit der die Entwicklung der Institute in die „richtigen Bahnen“ gelenkt werden könnten. Entlang der Ulrideshuser Straße entsteht mit der Planänderung eine Erweiterungsfläche für die Institute.

Der Ortsrat lehnt diese ab. Durch die Planungen missachte die Verwaltung das Städtebauliche Leitbild 2020. Darin sei eine Erweiterung des Max-Planck-Campus am Fassberg nicht vorgesehen. Gleichzeitig bemängeln die Ortspolitiker, dass alternative Flächen für eine mögliche Institutserweiterung nur unzureichend geprüft worden seien.

Der Ortsrat hatte etwa eine Fläche an der Straße Am Fassberg zwischen dem MPI-Campus und Nord-Uni vorgeschlagen. Auch sei die künftige Erweiterungsfläche „wesentlicher“ Bestandteil eines „stadtrelevanten“ Systems von Freiflächen, das vom Luttertal über den Forstbotanischen Garten bis zum Ortsrand reicht. Dieses sei bedeutend für Erholung, Landschaftsbild, Naturhaushalt und Stadtklima. Eine Bebauung entlang der Ulrideshuser Straße entwerte diesen Grünzug.

Burghard Wegener (CDU) sagte resigniert: „Unsere Auffassung wird unten im rot-grünen Göttingen ohnehin nicht gehört.“ Die Entscheidung für die Erweiterungsfläche sei eine „rein politische“ Entscheidung.

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