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Ortsrat Nikolausberg lehnt MPI-Erweiterung ab

Gremium sagt nein Ortsrat Nikolausberg lehnt MPI-Erweiterung ab

Der Ortsrat Nikolausberg hat die von der Verwaltung vorgeschlagene Änderung des Flächennutzungsplanes „MPI Nikolausberg“ einstimmig abgelehnt. Mit der Änderung wollte die Stadt die Voraussetzung einer möglichen, aber derzeit nicht in Aussicht stehenden Erweiterung der Max-Planck-Institute am Fassberg schaffen (Tageblatt berichtete). Erweiterungsflächen sollen entlang der Ulrideshuser Straße Richtung Ortseingang zu Nikolausberg entstehen.

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Am Fassberg: Flächenvorrat für das MPI entlang der Ulrideshuser Straße.

Quelle: Hinzmann

Ihr deutliches Nein verstehen die Ortsratspolitiker auch als „deutliches Signal“ in Richtung Stadtverwaltung. Wibke Güntzler (CDU) regte nun eine Bürgerbefragung zu dem Thema an. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Burghard Wegener (CDU) machte aber wenig Hoffnung: „Unten in Göttingen ist doch schon alles eingetütet.“ Am Donnerstag, 10. März, befasst sich der Bauausschuss des Rates mit dem Thema. Abschließend entscheidet der Verwaltungsausschuss Ende März.

Unmut herrschte bei den Ortsratspolitikern, dass aus ihrer Sicht keine ihrer in den langen Diskussionen erarbeiteten Änderungsvorschläge in die Pläne der Stadt aufgenommen wurden. Fritz Güntzler (CDU) bemängelte, dass die Stadt auf ihrem Standpunkt beharre und sich in der Diskussion nicht bewege. Er kritisierte wie Bernd-Michael Weide (Grüne), dass es in der Verwaltungsvorlage nicht mehr „explizit“ von einer Erweiterung des MPI die Rede sei sondern von „forschungsnaher Dienstleistung und Gewerbe“. Hans-Georg Scherer sieht für eine Erweiterungsfläche keinen Handlungsbedarf, weil die Max-Planck-Gesellschaft derzeit gar nicht plane, den Standort am Fassberg zu erweitern. Gerhard Cassing (SPD) machte abermals deutlich, dass es für eine Neuansiedlung im Nordbereich der Universität ausreichende Flächen zur Verfügung stünden.

Dem hielt Stadtbaurat Thomas Dienberg entgegen, dass die angestrebte Fläche die am besten geeignetste sei. Die Vorratshaltung von Flächen für wissenschaftliche Einrichtungen sei für eine Stadt wie Göttingen notwendig. Scherer betonte, dass das Gremium trotz seines Votum nicht gegen das MPI oder die Universität sei.

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