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Ortsrat berät über Flächennutzung

Stadt Göttingen Ortsrat berät über Flächennutzung

In der Ortsratssitzung wurde der Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt Göttigen vorgestellt. Im Rahmen des FNP wurde im Ortsrat über die Entwürfe des Wohnbaukonzepts sowie des Landschaftsplans beschlossen.

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Gerda Fischer.

Quelle: Archiv

Geismar. Das Wohnbaulandkonzept der Stadt hat Hans Dieter Ohlow vom Fachdienst für Stadt- und Verkehrsplanung präsentiert. Im Vorentwurf des Flächennutzungsplans ist in Geismar die Südliche Feldmark West mit 13,2 Hektar in das Baulandmanagement (BLM) aufgenommen. Das bedeutet, dass die Fläche grundsätzlich als für Bebauung geeignet bewertet wurde, doch nur als Reserve eingeplant ist, falls es Probleme bei anderen für den FNP geeigneten Flächen geben sollte.

Die zweite für den Entwurf berücksichtigte Fläche, der Helmsgrund, aufgeteilt in Ost und West, mit einer Gesamtfläche von 3,2 Hektar ist in den Entwurf des FNP aufgenommen worden. Grundsätzlich haben beide Flächen im qualitativen Bewertungsverfahren ähnlich abgeschnitten. Ohlow meinte, dass der Helmsgrund als Plus die Bushaltestelle hätte, besseren Anschluss an Schulen und insgesamt etwas bessere Infrastruktur biete als die Fläche der Südlichen Feldmark. Außerdem seien die Herrichtungskosten und Erschließungsaufwand mit aufwendiger Anbindung an die Bundesstraße 27 im Vergleich negative Punkte für die Bebauung der Südlichen Feldmark West. Darauf gab es Kritik aus dem Ortsrat und Publikum. Steffani Wirth (Grüne) schlug einen Tausch beider Flächen vor.

Insgesamt hat ihre Meinung, dass der Helmsgrund weniger geeignet für die Bebauung wäre, im Ortsrat auf Zuspruch getroffen. Dagegen hat sich Dieter Czech (SPD) ausgesprochen.„Da beide Flächen die gleichen Probleme mit Verkehr aufweisen würden, wäre ein Umtausch nicht sinnvoll“ sagte Czech. Er schlug vor, beide nur im BLM aufzunehmen. Außerdem hat er auf das Bürgerforum hingewiesen, bei dem die Bürger sich gegen eine Bebauung der Südlichen Feldmark ausgesprochen hatten. Gerda Fischer (CDU-FDP-Gruppe) wies darauf hin, dass angesichts der Wohnungsnot in der Stadt eine komplette Ablehnung des Planes aus Geismar bedenklich wäre.

Der Ortsrat hat schließlich den Vorentwurf des FNP, wie von der Verwaltung empfohlen, zustimmend zur Kenntnis genommen unter der Bedingung, dass der Helmsgrund komplett aus dem FNP rausgenommen wird, dafür aber 50 Prozent der Südlichen Feldmark Richtung Westen in den Bebauungsplan aufgenommen werden.

Mit diesem Beschluss ist auch der zweite Beschluss über Anpassungen zur Abgrenzung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Leinetal verbunden: Hier wurde beschlossen, das Konzept zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, unter der Bedinung, dass der Helmsgrund mit in das LSG aufgenommen wird. phv

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