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Ortsrat klagt über zu viel Dreck in Grundschule

Bessere Reinigung Ortsrat klagt über zu viel Dreck in Grundschule

Die Janusz-Korczak-Schule in Nikolausberg ist zu dreckig. Sie soll sauberer werden, findet der Ortsrat und hat in der jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag der CDU einstimmig angenommen.

Damit ist nun die Göttinger Stadtverwaltung aufgefordert, dafür zu sorgen, dass im Hauptgebäude der Grundschule „umgehend sorgfältiger und gründlicher“ sauber gemacht wird. „Eine höhere dem Bedarf entsprechende Stundenzahl für das Reinigungspersonal ist dabei dringend erforderlich“, heißt es in dem Antrag, mit dem die Stadt gleichzeitig aufgerufen wird, ein „ausreichendes und angemessenes Budget“ im Haushalt einzustellen. Wibke Güntzler (CDU) glaubt, dass alle Göttinger Schulen durch die knappen Haushaltsmittel für die Gebäudereinigung vor einem ähnlichen Problem stehen.

Für Güntzler ist die jetzige Situation in der Schule ein Skandal. Sie spricht von einer Zumutung für die Schüler, die hygienischen Zustände an der Schule seien für Schüler und Lehrer nicht hinnehmbar. So habe die einzige eingesetzte Reinigungskraft einer privaten Firma nur 2,5 Stunden pro Tag für die Reinigung des Fußbodens in den Treppenhäusern, für Toiletten und Waschbecken in den Klassenräumen zur Verfügung. So würden die Klassenräume nur alle zwei Tage gereinigt, sagte Güntzler. Karola Margraf (SPD) pflichtete bei: „Von nur einer Person bei der Zeit ist das nicht zu schaffen.“ Daher, so heißt es in dem Antrag, sei es dringend erforderlich, „qualifiziertes Reinigungspersonal in der Schule langfristig mit einer höheren Stundenzahl bereitzustellen, um einen hygienisch angemessenen Standard in den Schulräumen zu gewährleisten.“

Schulleiterin Susanne Hörschelmann bestätigt zwar auf Tageblatt-Anfrage die von der CDU geschilderte Situation an der Schule in allen Punkten. Ein Schulvertreter nahm jedoch nicht an der Ortsratssitzung teil, um über die Situation an der Schule zu berichten. Dies sei schließlich Sache der Schulverwaltung, habe man dem Ortsrat mitgeteilt, hieß es während der Sitzung. Ein Vertreter der Schule war aber nicht anwesend.

Nach Hörschelmanns Auskunft besteht das Reinigungsproblem seit rund anderthalb Jahren – seitdem die Stadt die Gebäudereinigung an eine private Firma vergeben habe. Seitdem sei die Fluktuation der dort eingesetzten Reinigungskräfte groß, die dadurch immer wieder neu eingearbeitet werden müssten, schildert sie ihre Beobachtungen. Teilweise würden derzeit die Lehrerinnen saubermachen.

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