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Ortsratsmehrheit gegen Golfplatz in Göttingen

CDU und Grüne lehnen Planung ab Ortsratsmehrheit gegen Golfplatz in Göttingen

Der Ortsrat Geismar hat sich mehrheitlich gegen den Bau eines Golfplatzes auf dem Gelände der ehemaligen Bauschutt- und Bodendeponie ausgesprochen. Bündnis 90/Die Grünen sowie die CDU erklärten, sie seien gegen die Planung. Die SPD hatte sich noch keine abstimmungreife Meinung gebildet.

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Ortsratsmehrheit gegen Golfplatz in Göttingen

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Gefragt war lediglich ein Meinungsbild des Ortsrates. Die Entscheidung, ob die Fläche für einen Golfplatz zur Verfügung stehen soll, trifft der Rat der Stadt Göttingen durch sein Votum zum Flächennutzungsplan.

Während der Ortsratssitzung begründete Steffani Wirth das „Nein“ der Grünen unter anderem mit der Lage der Fläche in einem Landschaftsschutzgebiet. Auch sei die Dimension problematisch. „Wir möchten dass der Golfplatz aus dem Flächennutzungsplan gestrichen wird“, forderte Ute Döring (Grüne).

In Hinblick auf die Naturschutzproblematik stimmte Gerda Fischer (CDU) ihren Vorrednern zu. Ihre Fraktion hege auch Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Golfplatzes und sorge sich außerdem um eine Zunahme des Autoverkehrs: „Hauptstraße und Reinhäuser Landstraße sind jetzt schon am Limit.“

Dieter Czech (SPD), erklärte, seine Fraktion würde sich zum jetzigen Zeitpunkt bei einer Abstimmung über den Golfplatz enthalten. Czech beanstandete, dass nicht, wie vorgesehen, über den Naturschutz hinaus weitere Interessengruppen im Ortsrat zu Wort gekommen seien. Auch eine fundierte Planung sei für die Entscheidungsfindung wichtig.

„Wir werden die Diskussion um den Flächennutzungsplan weiter verfolgen und dann entscheiden.“ Dafür erntete er Kritik aus dem Publikum: Auch die SPD hätte sich – wie CDU und Grüne bei eigenen Veranstaltungen – umfassend informieren können.

Formales Ende erst später

Auch im Umweltausschuss des Rates der Stadt Göttingen gab es erneut einen heftigen Schlagabtausch zwischen Golfplatz-Befürwortern und -gegnern sowie Parteien wie die SPD, die zunächst alle Möglichkeiten prüfen will, bevor sie „Nein“ oder „Ja“ sage.

Während der Debatte warfen Bürger  den Umweltschützern und Grünen vor, mit Halbwahrheiten zu argumentieren. Kritische Fragen zum Bedarf eines weiteren Golfplatzes in Südniedersachsen parierte die Verwaltung wiederholt mit dem Hinweis, dass bei Geismar ein echter Volksgolfplatz entstehen solle, mit einem ganz eigenen Konzept.

CDU und Grüne ärgern sich unterdessen auch darüber, dass sie die Golfplatzdebatte „nicht endlich“ formal beenden können. Denn zurzeit wird auf verschiednenen Ebenen eigentlich allgemein darüber diskutiert ob und wie der Göttinger Flächennutzungsplan geändert werden soll. Im Verfahren sind jetzt die Bürger und andere öffentliche Meinungsträger dran. „Frühestens im nächsten Frühjahr“ könne die Politik den Golfplaz dort heraus nehmen, so die Verwaltung. us

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