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Ursprünglich ein heidnischer Brauch

Osterfeuer Ursprünglich ein heidnischer Brauch

In der Nacht vor Ostern lodern auch in diesem Jahr wieder an vielen niedersächsischen Orten die Osterfeuer. Damit wird nach uraltem Brauch der Frühling begrüßt. Osterfeuer werden nach Angaben des Braunschweiger Professors für Regionalgeschichte, Gerd Biegel, vor allem in Niedersachsen und Westfalen gepflegt.

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Göttingen/Braunschweig . Die Menschen feierten damit ursprünglich die Auferstehung der Natur nach dem langen Winter. Das Feuer soll den Winter endgültig "zum Schmelzen bringen". Dafür haben die Veranstalter häufig bereits Wochen zuvor Holz gesammelt.
Tierschützer warnen allerdings, das Osterfeuer könne zur tödlichen Falle vor allem für Igel, Mäuse und Vögel werden.

Die Wildtiere nutzten die aufgeschichteten Reisighaufen als Unterschlupf und fielen deswegen oftmals den Flammen zum Opfer. Bevor das Osterfeuer entzündet wird, müssten daher wichtige Sicherheitsregeln beachtet werden, empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund.

Liege das Brennmaterial länger auf einer Stelle, sei die Gefahr besonders groß, dass sich bereits Tiere darin eingenistet haben. Deshalb solle das Holz erst kurz vor dem Abbrennen aufgeschichtet und unbedingt auch noch einmal umgeschichtet werden. Es reiche nicht aus, nur an den Stapeln zu rütteln, da sich die Tiere eher ruhig verhielten statt zu fliehen.

Der einst heidnische Kult der Osterfeuer sei wegen seiner Popularität später von den christlichen Kirchen für sich reklamiert worden, erläuterte Biegel. Ursprünglich sollten sie den Winter vertreiben. Mit der Christianisierung Mitteleuropas wurde der Kult von der Kirche zur Freude über die Auferstehung umgedeutet. Sehr strenge Pastoren hätten jedoch immer wieder von der Kanzel gegen die Osterfeuer gepredigt. epd

Hier finden Sie alle Termine der Osterfeuer in der Region

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