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Osterfeuer in Göttingen und Region brennen im Trockenen

Feuer bei Vollmond Osterfeuer in Göttingen und Region brennen im Trockenen

Doppelte Dosis Osterfeur: Am Sonnabend und Sonntag haben  überall in der Region wieder die Brauchtumsfeuer gebrannt. Es blieb trocken, Vollmond und ein farbenprächtiger Sonnenuntergang konkurrierten mit den Flammen.

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Quelle: Heller

Klein Schneen / Göttingen/Mingerode. Das Feuer der Kleingärtner am Göttinger Wehr brannte am Sonntag pünktlich um 20 Uhr lichterloh und gleichmäßig. Brandwart Hans-Jürgen Koch zündete den – am Tag zuvor erst aufgeschichteten Stapel – an.  „Das Holz schneiden wir schon im Januar in den Gärten, dann kann es lange trockenen und brennt besonders gut“, erklärte er. Drüber freuten sich auch Winni Eberhadt und seine Tochter Pia (10 Jahre). Auch sie haben seit einigen Jahren einen Garten in der Kolonie. „Es ist doch schön, wenn man seine eigenen Zweige beim Osterfeuer in Rauch aufgehen sieht“, sagt Eberhardt. Zufrieden war auch Manfred Freitag, zweiter Vorsitzender des Vereins. Die Organisatoren des Osterfeuers hatten in diesem Jahr neben Bier auch Glühwein im Ausschank, bei kühlen Temperaturen entschieden sich viele der rund 300 Besucher für ein Heißgetränk. und eine oder zwei der 500 Bratwürste

Bereits am  Sonnabend  hatten zahlreiche Feuer in der Region gebrannt – bei tief blauen Himmel, Wolken und Vollmond. „Wir freuen uns, dass so viele Besucher gekommen sind“, sagt Andrea Gerke, Ehrenortsbrandmeisterin in Klein Schneen. Dort brannte das Feuer am Dorfrand bei Beginn der Dunkelheit gleichmäßig, der Rauch zog in die richtige Richtung, die Gäste konnten Bratwurst, Bier und einen wunderbaren Blick über das Leinetal und auf den Mond genießen.„Besonders freut uns, dass so viele Kinder und Neubürger gekommen sind“, sagte Ortsbürgermeister Hans-Hermann Miest. Der große Holzstapel, den die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr am Sonnabend zusammen geschoben hatten, sorgte für ordentlich Wärme. „Der wird sicher noch ziemlich lange brennen“, so Gerke.

Im Eichsfeld waren wegen eder schlechten Wetterprognose einige Osterfeuer abgesagt oder verschoben worden. In Mingerode brannte das Osterfeuer dennoch: Für die 50 freiwilligen Helfer der Gemeinde war klar: „Ausfallen ist keine Option, wir ziehen das durch“, wie Andre Schwedhelm vom Organisationsteam erklärte. Als der Fackelzug der Jugendfeuerwehr das Osterlicht um 20.30 Uhr von der Heiligen Messe zum Feuerholz an den Ortsrand brachte, reichten wenige Funken aus, um das Osterfeuer zu entzünden.

In Brochthausen gibt es erst seit fünf Jahren ein Osterfeuer, wie Organisator Thomas Borchard  vom Gebrauchshundesportverein, erklärte. Verschieben war auch hier keine Option: „Unser Osterfeuer ist ein Osterfeuer und kein Mai- oder Pfingstfeuer.“ Auch wenn in diesem Jahr spürbar weniger Besucher gekommen waren, Dieter Koch, Jürgen Treidler und Manfred Seck hatten gute Laune. Die drei Brochthäuser kommen jedes Jahr, auch bei Matsch und Regen. „Das Schönste am Osterfeuer ist eben die Gemeinschaft“, finden die Männer.

Von Britta Bielefeld und  Elisa von Hof

Impressionen der Osterfeuer in Göttingen und Region 2015

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