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Wetter hält, rund 100 Besucher in Ossenfeld

Osterfeuer am Sontag Wetter hält, rund 100 Besucher in Ossenfeld

Am Sonntag haben in Südniedersachsen wieder in vielen Orten die Osterfeuer gebrannt. Auch an diesem Abend hält das Wetter. Das Feuer in Ossenfeld loderte bereits ab 19 Uhr - "für die Kinder", sagt Ossenfelds Löschgruppenführer Peter Wichner.

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Osterfeuer in Ossenfeld

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Bei Bier und Bratwurst wärmten sich rund 100 Gäste am Feuer. Darunter nicht nur die Einwohner des kleinen Dorfes sondern auch etliche Besucher aus dem Bereich Dransfeld.

Entgegen vieler Wettervorhersagen hatten bereits am Ostersonnabend die Osterfeuer in Südniedersachsen unter teils sternenklarem Himmel gebrannt. Der Regen am Mittag hatte weder die Besucher davon abgehalten, zu ihrem Osterfeuer zu gehen noch den Strauchschnitt, tadellos abzubrennen.

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Friedlander gekommen sind“, sagte Mathias Lange vom SC Friedland. Erstmals seit sechs Jahren haben der Friedlander Sportverein, Feuerwehr und Verwaltung wieder ein Feuer auf die Beine gestellt. Am Sportplatz kamen rund 500 Gäste zusammen um sich an den Flammen zu wärmen, ein Bierchen oder einen bunten Cocktail zu trinken.

„Dieses Mal sind auch viele Besucher aus der Siedlung gekommen“, freute sich Ortsbrandmeister Klaus Wosnitza. Während sich die Party zu später Stunde ins Sporthaus verlagerte, kümmerte sich die Feuerwehr um Brandwache und Löschen des Osterfeuers.

Heiligenstadt

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In Friedland wurde das Feuer gegen 20 Uhr angezündet. Aber schon um 19 Uhr stiegen viele Rauchsäulen über dem Leinetat auf. Auch das südlichste Osterfeuer Niedersachsens, das in Spiekerhausen, wurde um 20 Uhr in Brand gesetzt. Direkt am Ufer der Fulda fanden sich rund 400 Besucher ein - der Ort hat 600 Einwohner. Dort hoppelte ein Osterhase herum und verteilte kleine Geschenke an die Kinder, sich sich dann ein Stockbrot an einem kleinen Feuer backen durften.

Bratwurst Pommes und Getränke wurden dort mit bunten Chips bezahlt, die Tilman Ponfick mit einer speziellen Spiekershäuser Eigenkonstruktion abzählte. Mit Blick auf die Fulda, bei letzten Sonnenstrahlen und später sternenklaren Himmel klönten die Gäste bis in die Nacht hinein. Schließlich, so Karsten Schwichtenberg von der Feuerwehr, ist Spiekeshausen ja „die Riviera Niedersachsens“. 

Die Veranstalter am Sonnabend hatten Wetter-Glück. Heute brennen weitere Osterfeuer in der Region. Für den Abend ist Regen vorhergesagt.

Wer am Sonnabend nicht beim Feuer war: Am Ostersonntag geht es in die zweite Runde. Eine Übersicht über alle Osterfeuer in der Region finden Sie hier.

Absage und Abschluss in Gieboldehausen

Feuer oder nicht Feuer – das war am Ostersonnabend in Gieboldehausen die Frage. Während der Verein zur Förderung und Erhalt des österlichen Brauchtums sein Osterfeuer entzündete, hatte der Schäferhundeverein am Vormittag kurzfristig abgesagt.

„Wir haben einen Brief von der Unteren Naturschutzbehörde erhalten“, erklärt Schatzmeister Markus Nolte den Grund der Absage. Dabei sei der Brief nicht der eigentliche Grund gewesen, sondern vielmehr der Zeitpunkt der Zustellung. „Er lag am Gründonnerstag um 13.15 Uhr im Briefkasten“, so Nolte.

Zwar konnten die Vereinsmitglieder noch den geforderten Abstand von 20 Metern zu den Bäumen einrichten. „Doch dadurch sind wir mit dem Feuer zu nah an unseren Flutlichtmasten und den Metallzaun gekommen“, erläutert der Schatzmeister. Durch die Hitze wäre der Stromkasten geschmolzen, und der Zaun hätte bei Berührung für Verbrennungen sorgen können.

Wegen der Kürze der Zeit sei dem Verein deshalb kein anderer Ausweg als die Absage geblieben. Seit 25 Jahren organisiert der Verein ein Osterfeuer in Abstimmung mit der Gemeinde, die dafür auch das Holz anliefert. Das soll nun geschreddert werden. „2018 wird es wieder ein Osterfeuer bei uns geben“, ist Nolte zuversichtlich, dass der Verein bis dahin eine Lösung gefunden hat.

Bereits seit 1992 brennt Johannes-Georg Sommer auf seinem Gelände ein Osterfeuer ab. „Als private Osterfeuer nicht mehr erlaubt waren, haben wir vor 14 Jahren den Verein gegründet“, erzählt er. „Wir haben schon alles erlebt: Wir haben im T-Shirt bei Sommerwetter am Feuer gesessen, aber auch schon im Schnee.“ In diesem Jahr soll es das letzte Mal gewesen sein, dass er das Feuer anbietet. „Aber das habe ich in den vergangenen Jahren auch schon gesagt“, sagt er. Und dann habe er es doch wieder gemacht. rf

Luftaufnahmen der Osterfeuer in der Region

Niedernjesa

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