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Panis militaris mundis: Altes Brot frisch gebacken

Brotmuseum Panis militaris mundis: Altes Brot frisch gebacken

Vorsichtig entfernt Wilhelm Gerhardy den Lehm, der die offenen Stellen zwischen der Holzklappe und dem Ofen abdichten soll. Gespannt schauen die rund 15 Gäste zu, wie er einen Laib nach dem anderen herausholt. Dann gibt es für jeden einen Bissen des nach römischer Rezeptur gebackenen Brotes.

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Bereiten die Teiglinge vor: Annette Rieck, Alva, Eva Madlen, Lara und Wilhelm Bruinjes (von links).

Quelle: Heller

„Die Spuren des Imperiums – die Römer und ihr Brot“ heißt die Sonderausstellung im Europäischen Brotmuseum in Ebergötzen, zu dessen Eröffnung die rund 20 Besucher nicht nur eine geschmackliche Probe bekamen, sondern auch einen kurzen Streifzug durch die Geschichte der römischen Brotkultur unternahmen.

„Anlass ist das Jubiläum der Varus-Schlacht, die genau vor 2000 Jahren stattfand. Unseren Beitrag zur Geschichte kann man nicht nur sehen, riechen und anfassen, sondern auch schmecken“, sagte Gerhardy, Vorsitzender des Vereins des Europäischen Brotmuseums. Deshalb lagen die rohen Teiglinge schon im knisternden Feuer und wurden gebacken, während Rolf Pfeiffer von der Universität Marburg von den Anfängen des Brotes im Römischen Reich berichtete.

Erst 200 vor Christus habe sich die Brotkultur mit dem „panis militaris mundis“ entwickelt. Zuvor wurde aus dem Getreide vor allem Brei gemacht, der als Hauptnahrungsmittel diente. Zudem erläuterte der Wissenschaftler, wie das Nahrungsmittel mithilfe unterschiedlicher Mühlen hergestellt wurde. „Der Ofen, in dem wir heute das Brot backen, ist eine Nachbildung aus den Funden im Römerlager bei Hedemünden. Er wird aus Steinen und Lehm gebaut. Die Rezeptur haben wir aus den Schriften von Plinius dem Älteren“, fügte Gerhardy hinzu.

abs

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