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Panzerknacker mit Flex im Hammer-Markt

45-Jähriger muss sich wegen 19 Einbrüchen und 16 aufgeflexter Tresore verantworten Panzerknacker mit Flex im Hammer-Markt

Er hatte sich spezialisiert: auf Hammer-Märkte und auf deren Tresore. 14 Safes der Einrichtungshaus-Kette hat der 45-Jährige aufgeflext und geplündert, so die Anklage. Jetzt muss er sich im Landgericht Göttingen wegen 19 gewerbsmäßiger Einbruchdiebstähle verantworten.

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Der Angeklagte ist vom Fach: Er ist gelernter Maurer und Bauschlosser.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der 45-Jährige aus Markoldendorf kommt vom Fach. Er ist gelernter Maurer und Bauschlosser. Zuletzt arbeitete er in der Transportbranche - und nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft auch gewerbsmäßig als Panzerknacker. Seit  21. Juli vergangenen Jahres sitzt der einschlägig vorbestrafte Mann in  Untersuchungshaft.

Am Donnerstag wurde dem geschiedenen Vater von sechs Kindern die Anklage verlesen. Am Freitag könnte es sein, dass er ein Geständnis ablegt. Sein Anwalt verhandelte nach dem Prozessauftakt zunächst über eine Strafobergrenze für den Fall eines Geständnisses - eine verfahrensbeschleunigende Absprache also.

Vorgeworfen werden 19 Einbrüche in ganz Norddeutschland. Sein Betätigungsfeld reicht von Stade und Wittenberge im Norden bis Bad Hersfeld im Süden und Soest im Westen. Mit drei Ausnahmen waren jeweils Hammer-Märkte betroffen. Drei der Taten blieben im Versuch stecken.

Insgesamt hat er laut Anklage mehr als 81 000 Euro aus den 16 aufgebrochenen Safes erbeutet. Der dabei angerichtete Sachschaden beträgt noch einmal mehr als 42 000 Euro.

Angefangen hat laut Anklage alles am 31. Januar 2014 in Einbeck. Damals soll der Angeklagte in einen Sonderpostenmarkt eingedrungen sein, indem er ein Gitterfenster aus der Wand brach, im Innern eine Tür zerstörte und mit einem Trennschleifer den Standtresor im Geschäftsführerbüro anging. Durch das zwölf mal zwölf Zentimeter große Loch gelangte er an den Schließmechanismus. Nicht einmal 2000 Euro erbeutete er. Der Sachschaden in diesem Fall betrug aber 5500 Euro.

Es folgte laut Anklage ein Tresor in der Fressnapf-Filiale Einbeck, als Drittes dann der erste Hammer-Markt, ebenfalls in Einbeck.Von nun an soll der 45-Jährige sein Revier ausgeweitet haben: nach Osterode,  Bielefeld, Bünde, Hameln, Alfeld, Hildesheim, Salzgitter, Wittenberge, Soest, Sulingen, Walsrode, Hamburg und Stade.

Nur einmal noch versuchte er sich in einer Rossmann-Filiale in Bad Hersfeld. Dort ging die Alarmanlage an. Danach schwenkte er wieder um auf Hammer-Märkte. Sein größter Coup mit 9357 Euro Beute in Hamburg vor genau einem Jahr war vor der Festnahme der letzte.

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