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Parkraum in der Göttinger Nordstadt: „Situation hat sich entspannt“

160000 Euro im ersten Halbjahr eingenommen Parkraum in der Göttinger Nordstadt: „Situation hat sich entspannt“

Seit gut eineinhalb Jahren gibt es die Parkraumbewirtschaftung in der Nordstadt. Nach anfänglichen Problemen, etlichen Beschwerden und einigen Nachbesserungen läuft es nun rund: „Die Situation hat sich entspannt“, sagt Detlef Johannson, Pressesprecher der Stadtverwaltung.

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Parkraum in der Göttinger Nordstadt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Seit 2014 werden in dem Quartier zwischen Bundesstraße 27, Universität, Klinikum  und Weender Landstraße Parkgebühren erhoben. Vor allem viele Beschäftigte, die in dem Viertel ihren Arbeitsplatz haben, hatten gegen die ursprüngliche Regelung protestiert.

Die Stadtverwaltung hat im November eine geänderte Gebührenordnung eingeführt, die sich laut Johannson bewährt hat. „Das System scheint zu funktionieren“, sagt er. Unter anderem wurden damals die Höchstparkdauer – beispielsweise im Bereich des Waldweges –  geändert und Tagestickets für vier Euro eingeführt. „Ein solches Ticket wird monatlich im Schnitt über 200-mal gezogen“, sagt Johannson.

Mit den Parkscheinautomaten der Nordstadt hat die Stadtverwaltung in der ersten Hälfte dieses Jahres rund  160000 Euro eingenommen. Seit Beginn der Parkraumbewirtschaftung im Januar wurden zudem für 34000 Euro Bewohnerparkausweise ausgegeben.

„Beschwerden gibt es kaum noch, was natürlich nicht bedeutet, dass alle Betroffenen begeistert sind oder einverstanden wären“, so der Pressesprecher. Die Mitarbeiter, die in der Nordstadt unterwegs seien, bekommen laut Johannson auf der einen Seite natürlich  den Unmut von Pendlern zu spüren, die nun Geld fürs Parken ausgeben müssen. Zum anderen erhielten sie aber auch  Lob von Anwohnern, die nun endlich einen Platz  in der Nähe ihrer Wohnung finden.

Wie in allen anderen Bereichen der Stadt, in denen Parkautomaten stehen, werden  auch in der Nordstadt Knöllchen an Parksünder verteilt. „Nachdem wir in der ersten Zeit der Einführung monatelang große Zurückhaltung geübt haben, müssen wir dort nun natürlich auch kontrollieren“, sagt der Verwaltungssprecher. Die meisten Verstöße gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in der  Humboldtallee, nämlich 524 Verwarnungen.

Platz zwei der Knöllchenstatistik nimmt in der Nordstadt mit 411  Tickets die Zimmermannstraße ein.  In den  Anwohnerparkbereichen wie der von-Bar-Straße wurden 2015 bislang 129, in der roten Erde  99 Verwarnungen geschrieben. Johannson: „Damit unterscheidet sich die Nordstadt nicht signifikant von anderen kontrollierten Bereichen.“

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