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Partnerschaftsfest: Hitzige Debatte

Finanzierung nicht geklärt Partnerschaftsfest: Hitzige Debatte

Viel Worte um nichts: Ein Kontrollgremium für die Finanzierung des Festes zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Rosdorf und Zubri im kommenden Jahr wird es vorerst nicht geben. Ein entsprechender Antrag der Gruppe CDU/Grüne wurde im Kulturausschuss jetzt mit drei zu drei Stimmen abgelehnt. Nun muss der Rat Anfang November entscheiden.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Rosdorf. Vorangegangen war der Entscheidung eine hitzige Debatte über die Finanzierung der Feierlichkeiten. CDU und Grüne warben darin für ihren Vorschlag, eine Kommission zu gründen mit dem Ziel, die Kostenplanung zu überprüfen. Diese sei völlig aus dem Ruder gelaufen, kritisierte Dieter Eikenberg (Grüne). Nach derzeitigem Stand müsse sich die Gemeinde an den Gesamtkosten von mehr als 70 000 Euro mit etwa 50 000 Euro beteiligen. Das sei entschieden zu viel und weit von den 13 500 Euro entfernt, die der Rat für das Projekt eingeplant habe.

Elkenberg

Jörg Kunkel (SPD) wertete den Vorschlag von CDU und Grünen als „Misstrauensvotum gegen diesen Ausschuss“. Der sei im Vorfeld immerhin jede Position durchgegangen und habe das auch „abgenickt“. Leider habe der Ausschuss dabei das Gesamtgefüge aus den Augen verloren. Er halte aber nichts von einer Kommission. Vielmehr müsse der Fachausschuss den Kostenplan erneut prüfen – und zwar in aller Öffentlichkeit. Das könne eine Kommission nicht leisten. Für den Fall, dass Fördermittel von insgesamt 35 000 Euro nicht fließen sollten, müsse ferner ein Plan B her – und der dürfe den Haushalt nicht belasten.

Möglich sei dann entweder, nur eine Delegation aus Zubri einzuladen und nicht die bis jetzt anvisierten 230 Gäste, so Kunkel. „Das würde die Kosten erheblich reduzieren.“ Oder die Rosdorfer Partnervereine müssten sich um die Übernachtung ihrer Gäste selbst kümmern. „Das wird aber schwer.“ In jedem Fall müsse eine solche Entscheidung „hier im Ausschuss gefällt“ werden.

„Es kann niemand ausgeladen werden“, betonte Gerhard Winter (CDU). „Das wird es mit mir nicht geben. Das hat nichts mit Freundschaft zu tun.“ Rudolf Luthin (CDU) bedauerte, „dass man die Kosten nicht im Vorfeld geklärt hat“. Mit Schuldzuweisungen komme man jetzt aber nicht weiter. „Wir müssen jetzt das Beste aus der Situation machen.“

Winter

Winter

Quelle:

Eikenberg kritisierte derweil „die Gegenposition von Herrn Kunkel“. Man müsse jetzt die Chance nutzen und eine Kommission einrichten. Der Fachausschuss habe schließlich „die Entwicklung aus den Augen verloren“. Mindestens eine „Rückkopplung zum Rat“ hätte es geben müssen.

Kunkel räumte ein, dass Alternativen zum Ausladen der Gäste gefunden werden müssten, zum Beispiel Sponsorengelder einzuholen. Die Partnerschaft sei etwas Besonderes, aber nicht alle Wünsche seien zu verwirklichen.

Kunkel

Kunkel

Quelle:

Joachim Grotewahl als beratendes Mitglied fand die Diskussion „irrsinnig theoretisch“. Wichtig sei doch jetzt, einen Weg zu finden, „die Lücke zu schließen“. Und wer könne dies besser bewerkstelligen als die Arbeitsgruppe, die das Fest plant, und die Ausschussmitglieder. Einen Plan B festzulegen, sei wichtig. „Alles andere ist ein Schattenkampf“.

Dieser Kampf hatte am Ende keinen Sieger. CDU und Grüne stimmten für ihren Antrag, die SPD dagegen. Das war zu erwarten. Wie aber ein Plan B aussehen könnte, das bleibt weiter ungeklärt.

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Erneut hat sich die Politik nicht darauf verständigen können, wie die Kosten des Festes zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Rosdorf und Zubri im kommenden Jahr gesenkt werden könnten. Dabei haben beide Gruppen – SPD/Linke und CDU/Grüne – eben dieses Ziel. Wie das erreicht werden kann, darüber sind sie unterschiedlicher Auffassung.

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