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Paulines Picasso-Maschine malt mit Kaffee

Wissenschaftsfestival „Highlights der Physik“ Paulines Picasso-Maschine malt mit Kaffee

Pauline Haro ist eine Tüflerin und sie mag Physik. Die Elftklässlerin am Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium hat eine „Picasso-Maschine“ gebaut.

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Erfinder am Theodor-Heuss-Gymnasium: Teilnehmer am Schülerwettbewerb.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Mit dieser Erfindung nimmt sie am Schülerwettbewerb „Exciting Physics“ teil, der im Rahmen des Wissenschaftsfestivals „Highlights der Physik“, das unter dem Motto „Rätsel der Materie“ am Dienstag, 18. September, in der Göttinger Innenstadt beginnt.

Die Wettbewerbsaufgabe war klar formuliert: Eine Vorrichtung sollte gebaut werden, „die unter Verwendung physikalischer Prinzipien selbstständig ein Bild malt, zeichnet oder sonst wie erstellt. Das Kunstwerk sollte in dem Sinne einzigartig sein, dass bei erneutem Betrieb der Maschine ein anderes Bild entstehen würde.“

Paulines Idee: Über drei Federmechanismen, zunächst von Fäden in Position gehalten, werden drei, zuvor mit Farbe gefüllte Luftballons zum Platzen gebracht. Die Farbe fließt dann auf ein schräg gespanntes Blatt Papier. Gestartet wird der Malapparat durch das Abbrennen von Wunderkerzen, die die Haltefäden durchbrennen.

Zwei Tage, berichtet Pauline, habe sie ohne Pause entworfen, getüftelt und gebaut. „Der Mechanismus hat auf Anhieb funktioniert“, sagt sie. Etwas anderes habe Schwierigkeiten bereitet: die richtige Farbe zu finden. Herkömmliche sei für ihre Zwecke viel zu zähflüssig. Jetzt malt ihre Maschine mit Kaffee, Kaffee mit viel Kaffeepulver. Und mit aufgelöster Tusche. „Es macht mir Spaß zu experimentieren“, sagt Pauline, die auch schon bei Jugend forscht oder beim Göttinger Solar Cup mitgemacht hat.

„Pauline wird Experimentalphysikerin“, meint ihr Lehrer Sebastian Stehlik. Ob ihr Studium nach dem Abi tatsächlich in diese Richtung gehen wird, weiß sie noch nicht. Vorstellbar sei das aber durchaus.

Vom THG nehmen rund 20 Schüler an dem Wettbewerb teil. Neben Paulines Maschine haben sie Papierbrücken konstruiert, Tauchboote gebaut, Recyclingmaschinen entworfen oder ein Gefährt für ein Schneckenrennen entwickelt. Betreut wurden sie dabei von den Physiklehrern Sebastian Stehlik und Ulli Schmidt. „Es macht Spaß, Talente wie Pauline zu entdecken“, sagt Stehlik.

Beim Schülerwettbewerb vom 19. bis 21. September werden die Beiträge täglich ab 12.30 Uhr im Zelt vor der Johanniskirche präsentiert. Die Siegerehrungen beginnen jeweils um 17 Uhr.

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