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Pendler mit Rad sollen auch Göttinger Linienbus nutzen können

Fahrrad am Heck Pendler mit Rad sollen auch Göttinger Linienbus nutzen können

Landkreis und der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) denken daran, die Mitnahmemöglichkeiten von Fahrrädern in Bussen zu verbessern. Im Verbund und in den Bussen der Stadt Göttingen ist die Mitnahme bereits kostenlos.

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Verkehrsverbund Stuttgart: Rampe für Fahrräder am Bus-Heck.

Quelle: VVS

Göttingen. Allerdings ist das nicht immer und überall möglich. Eine Linie im Harz ist mit einem Fahrradbus für den Freizeitverkehr ausgestattet. Im Nahverkehr auf der Schiene können ebenfalls Fahrräder mitgenommen werden, kosten aber extra.
Zwei Fahrräder finden in der Regel Platz in einem Linienbus. Radler müssen mit ihrem Gefährt allerdings weichen, wenn der Platz für Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator benötigt wird. Für Pendler, die regelmäßig mit Bus und Rad zur Arbeit wollen, ist das natürlich unzureichend.

„Wenn das Angebot ausgeweitet werden soll, muss technisch nachgerüstet werden“, erklärte ZVSN-Geschäftsführer Henning Stahlmann im Kreiswirtschaftsausschuss. Er verwies auf das derzeit einzige Modellprojekt in Deutschland im Linienverkehr auf einer Linie im Verkehrsverbund Stuttgart. Dort wurden Busse unter anderem mit absenkbarer Rampe am Heck und Überwachungskamera für 35 000 Euro nachgerüstet. Platz ist damit für fünf Räder im Bus und für fünf außen am Heck. „Mein Vorschlag ist, das einmal auszuprobieren“, sagte Stahlmann. In Frage käme die Buslinie über Dransfeld nach Münden. Stahlmann zufolge verfügt das Busunternehmen RBB nur über drei Busse, die nachgerüstet werden könnten.

Ein Versuch im Landkreis ist voraussichtlich erst 2016 möglich. Über das Thema wird im nächsten Wirtschaftsausschuss noch einmal im Detail diskutiert. Nötig wäre, dass der Kreistag Geld im Haushaltsjahr 2016 bereitstellt.
Klar ist hingegen, dass der Landkreis als Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen (AGFK) beitreten wird. Nötige 3000 Euro Jahresbeitrag billigte der Ausschuss einstimmig.

Die Arbeitsgemeinschaft, bislang unter dem Dach der kommunalen Spitzenverbände, sieht als Verein mehr Möglichkeiten für den Austausch über fahrradfreundliche Projekte. Der Wettbewerb Landespreis „Fahrradfreundliche Kommune“ soll nach 2015 eingestellt werden. Der Landkreis Grafschaft Bentheim war ohnehin Abonnementssieger.

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