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Perfetto Göttingen schließt

Ab 1. März Perfetto Göttingen schließt

Perfetto, das Lebensmittelgeschäft im Untergeschoss von Karstadt an der Groner Straße, gibt es bald nicht mehr: Die Türen werden ab dem 1. März geschlossen bleiben. Was aus den Mitarbeitern wird und wie die Räume genutzt werden sollen, ist noch unklar.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Das erklärte Moritz Brauckmüller, Gewerkschaftssekretär von Verdi-Göttingen. Brauckmüller ist für den Fachbereich Handel für Südniedersachsen zuständig. Die Schließung komme überraschend: „Alle sind relativ überfahren worden, und wir sind gespannt, wie es weiter geht,“ sagte Brauckmüller. Nach seinen Informationen seien die Mitarbeiter erst in der vergangenen Januar-Woche während einer Betriebsversammlung über die Schließung informiert worden.

 
Jetzt gehe es um die Frage, ob die Mitarbeiter bei Karstadt eingegliedert werden können. Als Karstadt die Außenstelle „K-Town“ aufgegeben hatte, sei dies wie die Schließung einer Abteilung behandelt worden. Bei Perfetto gestalte sich die Mitarbeiterübernahme durch Karstadt allerdings schwieriger, weil ein knappes Drittel der Perfetto-Anteile dem Lebensmittelkonzern Rewe gehöre, erklärte Brauckmüller. Perfetto sei ein Gemeinschaftsunternehmen von Karstadt und Rewe.

 
„Wir haben im Haus so gut wie keine Informationen“, erklärte Birgit Clemens, Betriebsrätin von Karstadt Göttingen. „Der Betriebsrat kommentiert diesen Vorgang nicht“, erklärte Bernd Borgers, Betriebsratsvorsitzender von Karstadt Feinkost GmbH, Region Nord / Ost, und verwies auf die Geschäftsleitung von Karstadt Feinkost. Die Göttinger Geschäftsführungen von Karstadt und Perfetto waren am Montag nicht zu erreichen.

 
Im Juli vergangenenen Jahres wurde bereits öffentlich, dass der Karstadt-Konzern einen Personalabbau bei seiner Feinkost-Tochter Perfetto plane. Zu diesem Zeitpunkt hatte Perfetto die Lebensmittelabteilungen in 43 Warenhäusern betrieben und rund 2 000 Mitarbeiter beschäftigt. Schließungen von ganzen Abteilungen seien im Rahmen des Konzeptes allerdings nicht geplant gewesen.

 

Von Katrin Westphal

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