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Personalräte halten an Klassenfahrtenboykott fest

Lehrer fordern klare Aussagen Personalräte halten an Klassenfahrtenboykott fest

Die meisten Gymnasiallehrer halten ihren Klasenfahrtenboykott auch gut zwei Wochen nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts zur Mehrarbeit an Gymnasien aufrecht. Sie zögern, weil sie klare Aussagen vom niedersächsischen Kultusministerium zum weiteren Verfahren vermissen.

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Schüler demonstrieren in Hannover gegen den Klassenfahrten-Boykott von Gymnasiallehrern.

Quelle: Stratenschulte/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Auch das „Plenum der Personalräte“ der südniedersächsischen Gymnasien im Bezirk Braunschweig hat seinen Kollegen am Donnerstag empfohlen den Boykott noch nicht auszusetzen. Es fehle noch die erforderliche Grundlage für eine endgültige Entscheidung, erklärten die Bezirkssprecherin Astrid Thielecke von Eichsfeld-Gymnasium und ihre Vertreterin Elke Moeken vom Göttinger Hainberg-Gymnasium.

Zugleich stellen die Personalräte Bedingungen, unter denen der Klassenfahrtenboykott aufgehoben werden könne: „Die Landesregierung muss klar auf rechtliche Mittel gegen das Urteil verzichten“, so Thielecke. Und die Unterrichtszeit der Gymnasiallehrer müsse ab dem nächsten Schuljahr wieder verbindlich auf 23,5 Wochenstunden festgelegt werden.

Das Land hatte die Gymnasiallehrer im vergangenen Sommer zu einer zusätzlichen Unterrichtsstunde verpflichtet und eine zugesagte Altersentlastung zurückgezogen. Aus Protest verweigern seitdem die meisten Schulen, Klassenfahrten zu organisieren. Inzwischen hat ein Gericht den Mehrarbeitserlass gekippt. An einigen Schulen planen die Lehrer bereits wieder Fahrten für den Herbst, an vielen wird intern noch heftig diskutiert.

Das Ministerium hat bisher nur mündlich mitgeteilt, das Urteil anzuerkennen. Theoretisch könne die Landesregierung noch Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen, warnen die Personalräte. Neben klaren Aussagen „erwarten wir auch, dass zum nächsten Schuljahr 740 zusätzliche Lehrer eingestellt werden“, sagt Thielecke, um die unrechtmäßigen Zusatzstunden aufzufangen. Und die bereits geleistete Mehrarbeit im laufenden Schuljahr müsse „vertraglich zugesichert zurückerstattet werden“.

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