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Pfefferspray-Einsatz bei "Freundeskreis"-Demo

Klage eingereicht Pfefferspray-Einsatz bei "Freundeskreis"-Demo

Der Pfefferspray-Einsatz der Polizei bei einer Demonstration in Göttingen, bei dem auch Landtags-Vizepräsidentin Gabriele Andretta (SPD) verletzt wurde, wird voraussichtlich juristische Folgen haben. Beim Göttinger Verwaltungsgericht sei am Mittwoch eine Klage eingereicht worden, bestätigte ein Sprecher.

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Landtags-Vizepräsidentin Gabriele Andretta (SPD) wurde bei dem Polizeieinsatz von Pfefferspray getroffen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen . Bei dem Kläger handele es sich um einen 59-Jährigen, der sich in der Nähe der Politikerin befand, sagte der Göttinger Rechtsanwalt Sven Adam als sein juristischer Vertreter. Aus Sicht des Klägers hätten die Polizeibeamten aus nicht nachvollziehbarem Grund Pfefferspray eingesetzt und ihn dadurch verletzt.

Der Jurist forderte zunächst Akteneinsicht in die Videodokumentationen und die Einsatzprotokolle. Zudem gingen in der Kanzlei diverse Berichte über "unverhältnismäßiges Polizeihandeln" während der Demonstration ein. Er gehe daher von weiteren Ermittlungsverfahren aus.

Rund 500 Menschen hatten am Sonnabend in Göttingen gegen einen Aufmarsch des als extrem rechts geltenden "Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen" demonstriert. Zu der Gegendemo hatten Bürgerbündnisse, Initiativen, Gewerkschaften und Parteien aufgerufen. Während ein Großteil der Demonstranten friedlich protestierte, kam es laut Polizeiangaben auch zu Übergriffen und Straftaten.

Einzelne Demonstrationsteilnehmer und ein Polizist wurden durch Pfefferspray verletzt - unter ihnen auch Andretta, die daraufhin im Krankenhaus behandelt wurde. epd/lnb/cmo/bjs

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