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„15 Stunden am Tag Dauerbeschallung“

Lästiger Pfeifton stört DLR-Nachbarn „15 Stunden am Tag Dauerbeschallung“

Anwohnern aus der Nachbarschaft des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist es zu laut: Die Lärmbelastung durch das Zentrum sei viel zu hoch. Im Bauausschuss des Rates haben sie ihre Beschwerden vorgetragen. Der Leiter des DLR-Standortes Göttingen, Joachim Block, sicherte eine Lösung zu.

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56 000 Quadratmeter Forschungsfläche mitten in Göttingen: das DLR-Gelände an Bunsenstraße (unten) und Böttingerstraße (links).

Quelle: dlr

Göttingen. Erst war es das Brummen von Ventilatoren, jetzt ist es ein hoher, durchdringender Pfeifton, der die Anwohner des DLR um ihre Ruhe bringt. „Wir haben 15 Stunden am Tag Dauerbeschallung“, machte eine Anwohnerin ihrem Ärger Luft. „Es nervt nur noch“, pflichtete ein anderer ihr bei.

Probleme hat dem DLR und den Anwohnern zuerst die Kühlanlage gemacht, die das Kühlwasser, das etwa für das Rechenzentrum gebraucht wird, abkühlt. Ab 2013 verursachten große Ventilatoren auch nachts den für die Anwohner störenden Lärm. Ein Gutachten des Gewerbeaufsichtsamtes hatte ergeben, dass der zulässige Grenzwert von tagsüber 60 Dezibel zwar eingehalten werde, nicht aber des nachts, wenn nur 45 Dezibel erlaubt sind. Das Amt forderte Lärmschutzmaßnahmen, das DLR reagierte und verzichtet nun zu bestimmten Zeiten auf die volle Leistung der Ventilatoren.

Seit Mitte des Jahres ist es nun ein „äußerst lästiger“, so Block, hochfrequenter Pfeifton, der den Anwohnern zu schaffen macht. Er rührt von Vibrationen eine Pumpe her, deren Schwingungen sich in einem Stahlrohr fortsetzen und verstärken. Schalldämpfer seien in Arbeit und würden in Kürze installiert, sagte Block. Das DLR sei bemüht bei der Erneuerung seiner Anlagen, darauf zu achten, dass diese „lärmarm“ seien, so Block. Er sicherte den Anwohner zu, ihre Anliegen ernst zu nehmen und nach Lösungen zu suchen.

Es handele bei der „gewachsene Situation“ in dem Gebiet um eine „Gemengelage“ von Wohnen und Gewerbe, in der der Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtnahme gelte, kommentierte Stadtbaurat Thomas Dienberg die Situation. Grundsätzlich habe die Verwaltung „großes Interesse“, die Bereiche Arbeit und Wohnen zusammenzubringen. Die Situation rund um das DLR „bereite uns keine Kopfschmerzen“, sagte Dienberg. In einem halben Jahr soll das Thema erneut im Ausschuss behandelt werden.mib

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