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Pflanzen für ein schöneres Göttingen

„Stadt(t)räume“ Pflanzen für ein schöneres Göttingen

Wie kann man die Göttinger Innenstadt schöner gestalten? Dieser Frage sind Schüler der IGS Geismar im Rahmen des Projektes „Stadt(t)räume“ nachgegangen. Die Ergebnisse haben sie im Neuen Rathaus auch Ratspolitikern und Vertretern der Stadtverwaltung vorgestellt.

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Quelle: EF

Göttingen. In dem Projekt inklusive einer Filmproduktion haben sich die Jugendlichen mit Orten im innerstädtischen Bereich auseinandergesetzt. Anschließend haben die Gruppen in Workshops erarbeitet, wie öffentliche Flächen und Teile der Fußgängerzone besser genutzt und umgestaltet werden könnten und sollten. Initiiert und umgesetzt wurde das Projekt vom Kultur- und Aktionszentrum (Kaz) und dem Bildungsverein Arbeit und Leben, unterstützt durch das Bundesprogramm "Künste öffnen Welten".

Die Schüler sind sich einig: Das Stadtbild ist zu trist und es gibt zu wenig Angebote für Jugendliche. Eine Gruppe findet, dass die Mülleimer in der Fußgängerzone bemalt werden sollten, um den Ekelfaktor zu verringern. Außerdem sei eine Halterung für Pfandflaschen sinnvoll, damit diese für Sammler einfacher zu erreichen seien. Allgemein fehle es an Pflanzen in der Innenstadt. „Eine Kooperation zwischen Gärtnereien und der Stadt wäre doch praktisch“, findet Janina (12). Pflanzen an Häusern oder auf dem Marktplatz würden die Atmosphäre verbessern.

„Durch bemalte Pflastersteine oder umhäkelte Laternen und Bäume könnte alles nicht mehr so langweilig wirken“, glaubt Maxi (14). Die verdreckten Tunnelunterführungen wurden ebenfalls bemängelt. „Man könnte professionelle Sprayer engagieren, die die alten Graffiti verschönern und erweitern“, schlägt Conor (14) vor.

Damit Jugendliche in Göttingen öfters auf ihre Kosten kommen, haben die Schüler die Idee, ein Aktionswochenende mit Sportangeboten im gesamten Innenstadtbereich zu entwickeln. Dabei sollen vor allem neuere Sportarten, wie Slackline, ausprobiert werden können.

Ratsfrau Gerda Fischer (CDU), stellvertretende Vorsitzende im Jugendhilfeausschuss, lobt die Schüler für ihr Engagement: „Wir werden versuchen die Vorschläge einzubeziehen. Die Idee mit den Graffiti lässt sich sicher recht schnell umsetzten.“ „Ein Sportevent ist sogar schon geplant“, sagt Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Die Bepflanzung sei teilweise aber nur schwer umzusetzen, da viele Straßen nicht breit genug seien, um Blumenkübel aufstellen zu können. „Wir werden den Film in den Fachausschüssen des Rates zeigen, damit sich alle ein Bild machen können“, fügte Schlapeit-Beck an. Anne Moldenhauer vom Kaz will in einigen Wochen nochmal nachhaken, ob man sich in der Verwaltung über die Ergebnisse Gedanken gemacht hat.

Von Sebastian von Hacht

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