Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Pflaster für Basketballplatz soll wieder raus

Basketballplatz am Bolzplatz Stumpfe Eiche Pflaster für Basketballplatz soll wieder raus

An der Stumpfen Eiche in Weende gibt es Ärger. Am Ortsrand liegt ein Bolzplatz mit Schutzhütte, Ballfangzaun und einem Basketballkorb auf städtischem Grund und Boden, unterhalten vom Elternverein Bolzplatz Stumpfe Eiche.

Voriger Artikel
Falsche Kanzlei droht mit Hausdurchsuchungen
Nächster Artikel
Viele Tore beim Menschenkicker in der Schule

Betrieb unter dem Basketballkorb: Weender Elternverein richtet das 13. Sommerfest am Bolzplatz Stumpfe Eiche aus.

Quelle: Heller

Eltern schritten im Juli wieder einmal zur Tat und pflasterten eine Fläche unter dem Korb. Rechtzeitig zum mittlerweile 13. Bolzplatzfest am vergangenen Wochenende entstand eine ebene Fläche für Basketballer – allerdings ohne Bauantrag und Genehmigungen diverser Behörden. Die Stadtverwaltung verlangt jetzt den Rückbau.

1997 hatte eine Elterninitiative den Trägerverein gegründet, dem die Fläche für einen symbolischen Euro im Jahr von der Stadt überlassen wurde. Der Ortsrat unterstützte das Vorhaben damals mit 1250 Euro für Ballfangzäune. Die derzeit rund 40 Mitglieder halten den Platz instand, mähen den Rasen und richten Sommerfeste für die Kinder des Viertels aus.

Die Stadt freue sich über die Arbeit vieler bürgerschaftlicher Initiativen, die sich vorbildlich für und in Göttingen engagierten, erklärte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. „Dafür sind wir dankbar, auch dem Weender Förderverein. Aber der gute Zweck heiligt nicht immer die Mittel.“ In diesem Fall seien schlichtweg Fakten geschaffen worden, ohne in irgendeiner Weise Kontakt mit den Behörden zu suchen. Ohne Bauantrag und Baugenehmigung sei mitten in der Wasserschutzzone II gebaut worden. Das dürften alle Beteiligten gewusst haben, glaubt Johannson. Dabei sollten sie doch selbst auch ein elementares Interesse daran haben, den Schutz des Grundwassers nicht durch weitere Versiegelung zu gefährden. Derartige Überlegungen habe es aber offenbar nicht gegeben. Johannson: „Die städtische Umweltverwaltung fordert deshalb nun einen Rückbau.“

Keinem sei klar gewesen, dass Anträge gestellt werden müssten, erklärt Reinhold Paschke das Vorgehen. Der Basketballkorb sei wegen des unebenen Bodens kaum genutzt worden, nun werde der gepflasterte Platz sehr gut angenommen. Der ehemalige Vereinsvorsitzende glaubt nicht, dass die Steine wieder raus müssen und dass „mit Kanonen auf Spatzen geschossen“ werde. Die Politik müsse sich allerdings positionieren. Das Umweltamt listete dem Verein die Fehler auf und erwartet eine Stellungnahme.
Der Weender Ortsrat hielt sich am Donnerstagabend noch zurück. Das Thema wurde mit Hinweis darauf, dass der Trägerverein noch einiges zu klären habe, vertagt. Der Verein hatte um einen Zuschuss gebeten. Allein die Materialkosten betrugen für die jüngsten Arbeiten 3500 Euro. Ein Ortsrat könne es sich nicht leisten, rechtswidrige Sachen zu unterstützen, meinte Ellen Fischer-Kallmann (SPD). Erst einmal abwarten, riet SPD-Fraktionschef Karl Drewes. Inhaltlich sei es wohl unproblematisch, formal aber nicht richtig gewesen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen