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Pflege im neuen Wohntrakt

Krankenhaus Lenglern Pflege im neuen Wohntrakt

Zwei Bewohner sind im Juni schon eingezogen. Am Freitag sind die ambulanten Wohngemeinschaften für beatmungspflichtige Patienten auf dem Krankenhausgelände in Lenglern eröffnet worden. Für 20 Menschen gibt es dort Raum für selbstbestimmtes Leben mit Intensiv-Betreuung.

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Hell und freundlich sind auch die Flure im neuen Wohntrakt gestaltet.

Quelle: Theodoro da Silva

Lenglern. An einem Strang ziehen für das medizinische Leuchtturm-Projekt der Pflegedienst Renafan aus Berlin, die Potsdamer Komfort-Vermietungsgesellschaft und das Evangelische Krankenhaus Weende. Dank der technischen Entwicklung auch in der Medizin lebten die Menschen immer länger, sagte Shaodong Fan von der Geschäftsleitung der Renafan GmbH. Diese Chance nutze das Unternehmen und biete nun seit mehr als zehn Jahren auch betreutes Wohnen mit Intensivpflege an.

Die unmöblierten Wohneinheiten mit Bad können die Mieter nach ihren Vorstellungen gestalten. Bei Bedarf wird ein Pflegebett gestellt. Im Gemeinschaftsraum können die Bewohner essen und fernsehen, das Pflegebadezimmer kann jeder nutzen, der gerne einmal ein Bad nehmen möchte. Hell und freundlich sei die Anlage gehalten, hob Fan bei der Begrüßung hervor.

Auf einem Rundgang mit den Pflegekräften konnten sich die Gäste einen Eindruck von der barrierefreien Wohnanlage machen. Die 32,5 Quadratmeter großen Wohnungen sind auf zwei Etagen und einer Gesamtfläche von rund 1150 Quadratmetern entstanden. Das Investitionsvolumen betrug etwa zwei Millionen Euro. 13 Mitarbeiter werden derzeit beschäftigt, bei Vollbelegung wachse die Zahl auf 50, sagte Leiterin Anke Röber-Swarowsky. Auch wenn die Lungenfachklinik aus Lenglern tatsächlich einmal nach Weende ziehe, bleibe die Grundversorgung für die beeinträchtigten Menschen im  Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) erhalten, versicherte MVZ-Geschäftsführer Daniel Ganz.
Der Standort für die Wohnanlage ist auch deshalb günstig, weil das Krankenhaus Weende am Standort Lenglern ein sogenanntes Weaning-Zentrum vorhält.

Auf der Intensiv-Station mit sechs Betten werden jährlich etwa 125 invasiv- (Beatmung über eine spezielle Kanüle) und nicht-invasiv-beatmete (Beatmung mit Masken) Patienten für zwei bis drei Wochen versorgt. Als Weaning wird die Entwöhnungsphase nach einer Langzeitbeatmung bezeichnet. Gelingt die Entwöhnung nicht, ist die ambulante Wohnanlage eine geeignete Wohneinrichtung.

Von Ute Lawrenz

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