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Pflichtjahr in der Flüchtlingshilfe: „Alternative zum freiwilligen Jahr“

Marktumfrage in Göttingen Pflichtjahr in der Flüchtlingshilfe: „Alternative zum freiwilligen Jahr“

Die Union fordert die Einführung eines einjährigen Pflichtjahres für Jugendliche in der Flüchtlingshilfe. Das Tageblatt hat auf dem Wochenmarkt Göttinger gefragt: Ist das wirklich erforderlich, um die Flüchtlingskrise zu meistern?

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D. Ehrhardt und F. Körner

Quelle: EF

„Ich finde es gut, dass die Wahlmöglichkeit zwischen Bundeswehr und einem freiwilligen Dienst bestünde. Es sollte keine Pflicht sein, aber es stellt eine gute Alternative im freiwilligen Jahr dar, um etwas Sinnvolles zu tun“, findet Rena Jacobi.

 

R. Jacobi

R. Jacobi

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Dieter Rabe denkt, dass ein solches Pflichtjahr zur Bewältigung beitrage. „Aber als wirklich angebracht sehe ich es nicht an, es gibt viele andere Sachen, um die sich zu erst gekümmert werden muss“, sagt Rabe.

 

D. Rabe

D. Rabe

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„Ob die Einführung eines Pflichtdienstes notwendig ist, weiß ich nicht, aber es wäre auf jeden Fall sinnvoll für die Jugendlichen. Die sind teilweise viel zu verwöhnt und haben keine Ahnung mehr, was Armut und Elend sind“, argumentiert Irmgard Schuhmacher. Dorit Ehrhardt und Filiz Körner halten die Forderung für sinnvoll, zweifeln jedoch an der Umsetzung. „Es kann sein, dass in drei Jahren auf diesem Gebiet alles wieder in geordneteren Bahnen abläuft. Es wäre also eine kurzfristige Einführung, deswegen könnte es sein, dass die Verpflichteten sich dagegen sträuben, weil eben nicht alle in dieser Pflicht stehen“, überlegen die beiden.

 

I. Schumacher

I. Schumacher

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„Es wäre sinnvoll, den Zivildienst wieder einzuführen, das tat mir persönlich wirklich gut. Aber einem Pflichtjahr zu einem bestimmten Thema stehe ich skeptisch gegenüber“, sagt Sebastian Bahr. Lukas Mau ergänzt: „Genau, es gibt sowieso schon einen starken Hang gegen die Politik. Ein Pflichtjahr für die Flüchtlingshilfe würde negative Gedanken von Flüchtlingsgegnern nur unterstützen.“ Bahr und Mau sind sich einig: Es müsse geholfen werden, aber nicht so. gil

 

S. Bahr und L. Mau

S. Bahr und L. Mau

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Facebook-Stimmen: Unter Zwang wird es selten gut

Sollten Jugendliche ein Pflichtjahr in der Flüchtlingshilfe absolvieren müssen? Der Vorschlag der Union stößt nicht bei allen auf Zustimmung. Das hat die Tageblatt-Marktumfrage ergeben. Auch auf der Facebook-Seite des Tageblattes wird darüber diskutiert.

 
Jasmin Nofal bezeichnet den Vorschlag  als dämlich. „Wenn man Menschen zwingt, etwas zu tun, wird es selten gut. Und außerdem: Offensichtlich rechts eingestellte Menschen haben definitiv nichts in dieser Arbeit verloren.“ Flüchtlinge seien keine Versuchskaninchen, so Nofal weiter, „sondern Menschen, die freiwillige Hilfe von engagierten Menschen bekommen sollten, welche auch in diesem Bereich unterstützen wollen.“

 
„Überhaupt nicht schlecht“ findet Becky Barum die Idee. Das sei „eine gute Beschäftigungsalternative zum (abgeschafften) Wehrdienst“. Andreas Schmull findet den Vorschlag der Union „unüberlegt und unangebracht, nur weil es gerade eine Flüchtlingskriese gebe. „Ich bin der Meinung, dass jeder Jugendliche gewisse Dienststunden in einer Hilfsorganisationen seiner Wahl leisten muss.“ Schmull fordert die Pflicht, die Hilfsorganisationen zu unterstützen.

 
Aber es gibt auch positive Stimmen. Salkay Aidsch meint zum Beispiel: „Also ich fand den Zivildienst damals deutlich entspannter als den Weg zum Abitur und eine gute Möglichkeit Lebenserfahrung zu sammeln und mal runter zu kommen vom Schulstress.“ be

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