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Piktogramme gegen Raser in Treuenhagen

Spielstraße mit Umbau zu teuer und aufwendig Piktogramme gegen Raser in Treuenhagen

Mit Piktogrammen will die Göttinger Stadtverwaltung den Verkehr im Stadtteil Treuenhagen beruhigen. Ausgewiesene Spielstraßen und Tempo-30-Zonen lehnt sie als schwer realisierbar ab. Vor allem die Rats-Grünen kritisieren diese Haltung.

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Mit einer Unterschriftenaktion hatten vor allem Anwohner der Straßen Am Gewende, Auf der langen Bünde und Am Lindenbogen Rat und Verwaltung aufgefordert die Straßen im Stadtteil Treuenhagen als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen.

Quelle: Meder

Göttingen. Mit einer Unterschriftenaktion hatten vor allem Anwohner der Straßen Am Gewende, Auf der langen Bünde und Am Lindenbogen Rat und Verwaltung aufgefordert die Straßen im Stadtteil Treuenhagen als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. Die Grünen hatten den Vorstoß aufgenommen, unterstützt von der SPD. Inzwischen hat die Verwaltung Geschwindigkeiten gemessen, verschiedene Möglichkeiten zum Schutz spielender Kinder geprüft und ihr Ergebnis jetzt im Ratsausschuss für allgemeine Angelegenheiten vorgestellt.

Danach fahren 94 Prozent der Autofahrer in der Stadtteil nicht schneller als erlaubt (30 km/h), viele sogar langsamer. Für eine echte Verkehrsberuhigung müssten die Straßen aufwändig umgebaut werden – je nach Ausführung für 131000 bis 644000 Euro. Daran müssten sich die Anlieger finanziell beteiligen. Und es dürfte nur noch an wenigen ausgewiesenen Stellen geparkt werden. Schwellen als Tempobremsen seien auch ungünstig, sie würden zusätzlichen Lärm erzeugen. Als kostengünstige und effektive Lösung schlägt die Verwaltung zusätzliche Markierungen (Piktogramme) auf der Straße vor, die auf die Tempo-30-Vorgabe hinweisen.

Der Ausschussvorsitzende Ulrich Holefleisch (Grüne) reagierte „ziemlich sauer“ auf die Vorlage. Er warf der Verwaltung vor, die gesetzlichen Vorgaben für verkehrsberuhigte Bereiche bewusst so auszulegen, dass sie kaum durchsetzbar sind. Nach seiner Ansicht ließe sich so ein Bereich auch mit einfacheren Mitteln umsetzen. Ein Sprecher der Anwohner-Initiativ erklärte, dass „ein verkehrsberuhigter Bereich mit markierten Parkflächen und zusätzlichen Schildern ausreiche – ohne großen Ausbau“. Fazit: Die Verwaltung soll jetzt Gespräche mit den Anliegern suchen, um geeignete Lösungen auszuhandeln.

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