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Göttinger Biergarten-Pläne stocken

Zwischen Lokhalle und Leinepark Göttinger Biergarten-Pläne stocken

Die Chancen für einen Biergarten hinter der Göttinger Lokhalle noch in diesem Jahr stehen schlecht. Für das Wunschmodell der Stadt - ein saisonales, mobiles Angebot - gibt es offenbar keine Interessenten. Der einzige Bewerber will einen festen Pavillon bauen, seine Bauvoranfrage liegt seit Wochen bei der Stadtverwaltung.

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Der bislang einzige Interessent für einen Biergarten zwischen Lokhalle und Leinepark in Göttingen möchte eine feste Einrichtung bauen.

Quelle: Baubüro Zwingmann/Desingerode

Göttingen. Einen achteckigen Holz-Pavillon in massiver Bauweise will der Interessent auf dem vorgesehenen Areal bauen. Der Pavillon solle Zentrum für den eigentlichen Biergarten mit 180 bis 250 Sitzplätzen sein. In der Sommersaison wolle er Getränke und Speisen eines typische Biergartens anbieten, im Winter eine Café-Bar betreiben.

Der kleine Park an der Leineaue sei ein ideales Umfeld, um Menschen für gemütliche Stunden bei einem Bierchen zusammenzubringen, erklärte der Investor. Nach seiner Ansicht rechne sich wirtschaftliche aber nur ein festes Haus mit Ganzjahresbetrieb. Darin sei er sich mit der Einbecker Brauerei einig, die seine Pläne unterstütze. Das Unternehmen hat auf Wunsch der Stadt und ihrer Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG) die Vermittlerrolle bei der Suche nach Biergarten-Betreibern übernommen. Ihr Sprecher Ulrich Meiser hatte im April erklärt: Ein richtiger Biergarten rentiere sich erst ab einer Mindestgröße mit 300 bis 400 Plätzen, „dabei kommen wir um die ein oder andere bauliche Anlage wohl nicht herum“. Bei der Brauerei hatten sich drei Bewerber gemeldet, zwei sind inzwischen abgesprungen.

Rat und Verwaltung der Stadt Göttingen wollen mit einem Biergarten das Areal westlich der Lokhalle aufwerten. Ihr Beschluss sieht zunächst einen mobilen Biergarten für eine Sommersaison vor. Mit dem Pilotprojekt wollen sie sehen, ob so ein Angebot angenommen wird. Die ausgesuchte etwa 800 Quadratmeter große Fläche liegt an einem neuen Verbindungsweg von der Lokhalle in den Leinepark - direkt am Lokhallen-Grundstück. Versorgungsleitungen für das geplante Pilotprojekt seien vorhanden, bestätigte GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe.

Unterdessen zeigte sich der Investor irritiert: Er habe im Mai eine Bauvoranfrage gestellt, bisher aber keine Antwort bekommen. Damit schwinde die Chance, noch in diesem Jahr zu eröffnen. Die Stadtverwaltung allerdings habe die Anfrage überrascht, sagte ihr Sprecher Detlef Johannson, „denn genau das wollen wir nicht“. Nach wie vor werde eine mobile Lösung angestrebt. Zudem sei der angefragte Pavillon-Bau planungsrechtlich nicht zulässig. Dieses „Missverständnis haben wir aber aufgeklärt“, so Johannson. Davon weiß der Interessent nach eigenen Angaben nichts.

Der Pavillon

Der Investor und seine Partner beschreiben ihr festes Biergarten-Objekt im eingereichten Konzept so: „Der Pavillon selbst wird in massiver Holzbauweise realisiert und mit großen, umlaufenden Glasflächen ausgestattet. Dies schafft Transparenz und sorgt dafür, dass sich ein solches Objekt harmonisch in das Gesamtbild Leineaue einfügt. Eine angrenzende Holzveranda bietet Platz für Bänke und Tische und schafft somit weitere Sitzmöglichkeiten. Der Biergarten im eigentlichen Sinne entsteht auf der Freifläche rund um den Pavillon-Bau und unter dem prachtvollen Blätterdach des außergewöhnlichen Baumbestandes in diesem Bereich.“

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