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Siegerentwürfe stehen fest

Marienkirche Göttingen Siegerentwürfe stehen fest

Den Architektenwettbewerb für den Neubau für das neue Forum für Kirche und Diakonie an der St.-Marienkirche haben Gesche Grabenhorst und Roger Ahrens aus Hannover den ersten von vier Plätzen belegt. Nun wird mit den Preisträgern über einen möglichen Auftrag verhandelt.

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Die Gewinner: Gesche Grabenhorst und Roger Ahrens aus Hannover.

Quelle: PH

Göttingen. Der Neubau soll sechs Millionen Euro kosten, und die Arbeiten sollen Anfang 2017 beginnen. Im Moment wird die zu bebauende Fläche noch als Parkplatz genutzt. Die Bruttogeschossfläche soll 3 200 Quadratmeter umfassen, unterirdisch kommen weitere 1 000 hinzu.

Bauherr ist der evangelische Kirchenkreis Göttingen, der mit dem Forum seine diakonischen Einrichtungen an einem Ort konzentrieren will. Anfang 2017 sollen der Bauantrag eingereicht und archäologische Untersuchungen vorgenommen werden. Die Fertigstellung ist für Februar 2019 geplant, erklärt Peter Friele vom Kirchenkreisamt Göttingen-Münden.

„Wir wollen als diakonische Kirche in Göttingen sichtbar werden“, sagte Superintendent Friedrich Selter. Unterstützung gebe es von der Stadt Göttingen: Keiner der eingereichten Entwürfe passe zwar genau in den Bebauungsplan, doch die Stadt wolle die Umsetzung zügig voranbringen, versprach Baudezernent Thomas Dienberg.

Den Wettbewerb begleitete das Planungsbüro Drees und Huesmann. Die Entwürfe wurden anonymisiert und während mehrerer Rundgänge von einer Jury beurteilt, sagte Reinhard Drees über das Auswahlverfahren. Die Architekten hätten sich vor allem der Herausforderung stellen müssen, das Gebäude in die Umgebung einzufügen, erklärte Heike Klankwarth von der Volksheimstätte als Vorsitzende des Preisgerichts. Es galt, ein Parkhaus aus den 70er-Jahren mit den historischen Gebäuden architektonisch zu verbinden.

Das sei den Gewinnern gelungen.  Die Erstplatzierten beschrieben den Erfolg ihres Entwurfes mit einer Interpretation des vorhandenen Gebäudebestandes: „Wir zitieren Gegebenes“, erklärte Grabenhorst. Für den Entwurf hatten die Architekten sechs Wochen Zeit. Sie hätten „eine skulpturale Architektur“ geschaffen, die im Dialog mit der Umgebung stehe, beschrieb Ahrens. Dabei planten sie einen stark begrünten Innenhof und einen kleinen Übergang zwischen Kirche und Kommende ein. Als Baustoff empfehlen sie Naturstein oder Ziegel in Kombination mit Holzelementen.

Den zweiten Platz belegte das Architekturbüro Thauer, Lüdtke, Höffgen aus Hamburg, den dritten die freien Architekten Harder, Stumpfl und Schramm aus Stuttgart und den vierten Platz die Göttinger Architekten Werkstatt.

 

Von Katrin Westphal

Der Neubau

Der Neubau soll zwischen der Marienkirche, der Kommende und der Straße Neustadt entstehen und kirchliche sowie diakonische Einrichtungen unter ein gemeinsames Dach bringen. Neben der Leitung des Kirchenkreises mit unterschiedlichen Stabsstellen und der Geschäftsstelle des Diakonieverbandes sollen auch die Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen des Diakonischen Werkes Christophorus, die Evangelische Familien-Bildungsstätte, die Fachstelle für Sucht und Suchtberatung und die Kirchenkreissozialarbeit in dem Neubau untergebracht werden.

Die Teilnehmer am Architektenwettbewerb sind per Losverfahren ausgewählt worden. 337 Büros aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern hatten sich beworben. 15 wurden ausgelost, um ihre Vorschläge für den Neubau einzureichen.

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