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Pläne für Solarpark am Bahndamm

Grüne bevorzugen Gewerbeansiedlung Pläne für Solarpark am Bahndamm

Im neuen Gewerbegebiet Nordost wird möglicherweise statt Gewerbe ein großer Solarpark errichtet. Die Grünen im Stadtrat lehnen das ab und würden lieber Gewerbebetriebe mit Arbeitsplätzen dort ansiedeln. Im Stadtentwicklungsausschuss wurden am Donnerstagabend mehrheitlich vorerst beide Möglichkeiten offengelassen.

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Künftiges Gewerbegebiet oder großer Solarpark? In Dransfeld wird über die Nutzung dieses Gebietes am Bahndamm gestritten.

Quelle: SPF

Dransfeld. Nachdem im März für 1,4 Hektar an der Barteröder Straße ein Bebauungsplan aufgestellt worden war, sollten südlich anschließend noch größere Gewerbeflächen ausgewiesen werden. Nun gibt es offenbar einen Interessenten, der auf der gesamten Fläche Solarmodule aufstellen will. Es geht um rund 3,5 Hektar zwischen Bahndamm und Barteröder Straße. Die Verwaltung warb dafür, die Möglichkeit eines Solarparks offen zu halten. Die Mehrheit im Ausschuss stimmte zu. Formal geht es um eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes. Der Beschluss, ein Verfahren einzuleiten, war bereits im April im Verwaltungsausschuss gefallen, allerdings mit dem Ziel, die Gewerbegebietsflächen zu erweitern. Die Ausweisung eines Solarparks könnte schneller gehen, falls es dem Interessenten gelingt, die benötigten Flächen zu erwerben.

Ein Teil gehört der Stadt selbst, ein weiterer ist in Privatbesitz. Vorteil für die Stadt könnte sein, die Grundstücke schnell zu verkaufen und 500 000 Euro für eine geplante Erschließungsstraße mit Durchbruch durch den alten Bahndamm zu ersparen. Ein Dransfelder Bauunternehmen wollte auf der bereits ausgewiesenen Gewerbefläche seinen Betrieb erweitern. Bislang ist aber noch nichts geschehen.

Ob nach einem Verkauf der Grundstücke dort jemals Solarmodule errichtet werden, das bezweifeln die Grünen. „Die Nachricht hat mir das ganze Wochenende versaut“, sagte Ratsherr Ralf Kaufmann, der als einziger mit nein stimmte. „Gewerbegebiete sind dazu da, Leute in Lohn und Brot zu bringen und nicht, um irgendeine Abschreibungskiste zu ermöglichen.“ Was dabei rauskommen könne, sehe man bei einer Firma in Adelebsen mit früher einmal 200 Arbeitsplätzen – „ein riesiger Solarpark und Gewerbesteuer erst einmal gleich null“. Er halte einen Solarpark angesichts der Förderbedingungen für unrealistisch. Kaufmann kündigte einen Antrag gegen die eigentlich schon beerdigte Umgehung an, die in dem Bereich verlaufen sollte. Die Umgehung ist in der Liste des Landes für einen neuen Bundesverkehrswegeplan wieder aufgetaucht.

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