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Pläne für ehemaliges IWF-Gelände in der Kritik

Mehr Arbeitsplätze Pläne für ehemaliges IWF-Gelände in der Kritik

Die am Montag vorgestellten Planungen für das ehemalige IWF-Geländes am Nonnenstieg werden von dem Verein Stadt und Planung kritisch gesehen. „Die Verwaltung versteht sich offenbar eher als Dienstleister für renditesuchende Investoren denn als Vertreterin der öffentlichen Interessen“, sagt der Vereinsvorsitzende Uwe Scheibler.

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Blick in den in den Hinterhof: Entwurf für das neue Wohnquartier.

Quelle: Dietrich / Untertrifaller

Göttingen. Statt der geplanten zehn mehrgeschossigen Neubauten mit rund 170 Wohnungen mit „gehobenen“ Standard müsste laut Scheibler vielmehr die Ansiedlung von wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem knapp 33 000 Quadratmeter großen Gelände im Vordergrund stehen. „Arbeitsplätze fehlen im Ostviertel, insbesondere auch hochqualifizierte, wie sie das IWF geboten hatte. Im städtebaulichen Leitbild findet sich denn auch konsequenterweise das Ziel einer stärkeren Durchmischung von Wohnen, Arbeiten, Bildung und Versorgung“, erläutert Scheibler weiter.

Für Investoren seien heute Wohnungen aber rentabler und so räume die Verwaltung „eilfertig“ alle Hindernisse aus dem Weg. Gleichzeitig, so Scheibler, fehlten im Wohnungsbau eher günstige Familienwohnungen. „Mit dem in den Himmel gelobten Projekt wird aber eine einseitige Nutzungs- und Sozialstruktur gefördert.“

Kritik übt der Verein auch an den geplanten 350 Parkplätzen. Sie seien ein deutliches Anzeichen, dass durch die „forcierte Wohnnutzung“ zusätzlicher Verkehr entstehe. „Hinterher braucht sich dann niemand zu wundern, wenn Straßenzüge wieder ausgebaut werden müssen und mehr und mehr Stadtbewohner unter Lärmbelastung leiden“, sagt Scheibler. Der Verein fordert Verwaltung und Politik auf, vor einer Entscheidung neue Vorschläge auszuarbeiten, die den städtebaulichen Zielen entsprechen.

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Pläne für ehemaliges IWF-Gelände

Dort wo heute noch das Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) steht, sollen im kommenden Jahr zehn mehrgeschossige Wohngebäude entstehen. So sehen es die Pläne der neu gegründeten EBR Projektentwicklung GmbH vor, die gestern vorgestellt worden sind.

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