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Plakette für Schlepper: Bremsung muss klappen

Trecker-Tüv in Landolfshausen Plakette für Schlepper: Bremsung muss klappen

Von Januar bis März ist Bernd Hoffmeister für den Technischen Überwachungsverein (Tüv) Nord in der Region unterwegs und überprüft landwirtschaftliche Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit. In diesen Tagen war er in Landolfshausen. Beim Gasthaus Jünemann war Prüf-Station.

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Mängel müssen binnen vier Wochen behoben werden: Trecker-Tüv in Landolfshausen.

Quelle: Hinzmann

Bei dem Fendt ist der Spurstangenkopf defekt. Jens Baasch muss mit ihm in die Werkstatt fahren. Innerhalb von vier Wochen, so lautet die Vorschrift, muss er den Fehler beheben lassen. Doch der Mangel ist nicht so schwerwiegend, dass ihm die begehrte Plakette verwehrt wird. Der Nebenerwerbslandwirt braucht den Trecker mit Frontlader in erster Linie, um Mist zu fahren. Nicht ganz leicht war es für manchen Hobby-Landwirt, seinen motorisierten Helfer bei dem Winter-Wetter in Gang zu setzen.

„Die Jungs, die stehen ja seit Wochen“, sagt Baasch. Wer da kein Winter-Diesel getankt habe, könne bei den Minusgraden schnell scheitern. Baasch hat vorgesorgt und auch die Batterie am Vorabend ausgebaut und aufgeladen. Mit minus 24 Grad sei es im vergangenen Jahr noch viel kälter gewesen, erinnert sich Frank Gremmes, der mit einem Schlepper auch zur Hauptuntersuchung gekommen ist. Vollerwerbslandwirt Hermann Schulze hatte keine Probleme beim Starten. Er brauche den Schlepper jeden zweiten Tag, da seien die paar Meter durchs Dorf nicht schlimm.

„So, dann wollen wir mal“, sagt Prüfer Hoffmeister und legt mit einem Papiertuch die Fahrgestellnummer frei. Schulze nimmt Platz in seinem Fahrzeug, zeigt Licht und Blinker, lenkt nach rechts und nach links und macht dann einen kleinen Ausflug auf die Straße, wo er eine Vollbremsung vorführt. Diesmal hat der Prüfer nichts zu bemängeln. Nur für Brems- und Schlusslichter muss der Fahrer ein paar neue Birnchen spendieren. Hoffmeister kratzt die alte Tüv-Plakette vom Nummernschild ab und klebt die neue auf. Im warmen Gastraum geht es zum Bezahlen. Mit Laptop und Kasse als mobilem Büro sitzt dort Sergej Maier für die Schreibarbeiten.

Trotz des schlechten Wetters hat Hartmut Curdt es geschafft, mit einem blitzblanken, leuchtendroten Schlepper zu kommen. „Das ist ein Arbeitsplatz, den muss man sauber halten“, sagt er. Und auch bei ihm klebt schnell die Plakette. Es komme schon hin und wieder vor, dass es heftige Beanstandungen gebe, räumt Hoffmeister ein. Doch in der Regel seien die Schlepper in Ordnung. „Zu 80 Prozent kommen Mondscheinbauern“, sagt der Fachmann. Und die pflegten ihre Trecker.

Ute Lawrenz

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