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Plan zur Rettung der Stadthalle Northeim

Rathauskauf und Bürgerhilfe Plan zur Rettung der Stadthalle Northeim

Mit einem wagemutigen Plan möchte die Stadtverwaltung Northeim die marode Stadthalle und die Schuhwallsporthalle retten: Durch Kauf des Rathauses am Scharnhorstplatz will sie Mietkosten einsparen und das Geld in den Weiterbetrieb der Gebäude stecken. Kommunalaufsicht und Innenministerium hätten dem Plan am Mittwoch grundsätzlich zugestimmt, erklärte Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser (parteilos) am Freitagmorgen. In Hinblick auf den 2011 unterzeichneten Zukunftsvertrag seien damit allerdings Bedingungen verknüpft.

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Northeimer Stadthalle: Die Stadtverwaltung will dem Rat einen Plan zur Rettung des Gebäudes vorlegen.

Quelle: kk

Im Zukunftsvertrag mit dem Land, der auf Entschuldungshilfe abzielt, hatte sich die Stadt verpflichtet, die Stadthalle bis Ende April und die Sporthalle bis Ende Juli 2015 zu schließen. Grund dafür sind Bau- und Sicherheitsmängel, unter anderem im Brandschutz. Dagegen wandte sich eine Bürgerinitiative mit einer Unterschriftenaktion, die laut Tannhäuser 2000 Menschen unterzeichneten.

Auch aus Sicht der Stadtverwaltung sind die Stadthalle als Veranstaltungsort und die Schuhwallhalle als Austragungsort sportlicher Ereignisse unversichtbar für Northeim. Externe Träger habe die Stadt nicht gefunden. Nach einem Rathausankauf - die Verwaltung rechnet mit einer Investition von mindestens fünf Millionen Euro - könne die Stadt jährlich rund 400000 Euro einsparen. 250000 davon könnten für die schrittweise Sanierung der Stadthalle und den weiteren Betrieb der beiden strittigen Gebäude verwendet werden, „wir müssten Geld ausgeben, um Geld zu sparen.“

Aus Sicht des Zukunftsvertrags-Partners offenbar keine abwegige Idee, zumal, so Kämmerer Jörg Dodenhöft, die Stadt die gesetzten Haushaltsziele erreichen werde. „Die Entschuldung sollte bis 2018 erreicht sein.“ Auch bei beim Personalabbau sei man auf gutem Wege. „Ausgehend von 270 sind wir jetzt bei 225 Stellen, auf 200 müssen wir kommen.“

Das Ministerium, berichtete Tannhäuser, sei bereit unter folgenden Bedingungen eine Ergänzung zum Zukunftsvertrag abzuschließen, um die „Entfristung“ der beiden Gebäude zu erreichen: Die Entschuldung solle vorangetrieben werden, die Haushalte seien weiterhin auszugleichen. Der Rat müsse dem Rathauskauf und der vertraglichen Ergänzung zustimmen. Die Stadt solle die Betriebskosten der Stadthalle etwa durch eine „bürgerbeteiligte Betreibergesellschaft“ senken. „Da ist die Bürgerinitiative gefordert“, betont der Bürgermeister. Erste Gespräche habe es schon gegeben. Ein „sehr großes Entgegenkommen“ sei auch eine Aufstockung der Quote der freiwilligen Leistungen, die jetzt weniger als vier Prozent des Ertragshaushaltes betragen solle.

Tannhäuser hat den Verwaltungsausschuss bereits über das Vorhaben berichtet. Dem Rat soll das Rettungskonzept am 5. März in nicht öffentlicher Sitzung präsentiert werden. Einen Ratsbeschluss erhofft er sich am 19. März nach Behandlung im Finanz- und Verwaltungsausschuss. „Uns scheint der Weiterbestand der Gebäude erreichbar zu sein, aber das geht nur im Schulterschluss.“

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