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Plattenliebhaber auf der Jagd beim Record Store Day in Göttingen

Warteschlange Plattenliebhaber auf der Jagd beim Record Store Day in Göttingen

„Ja, es geht gleich los“, beruhigte Vinyl-Reservat Inhaber Philipp Schubring die wartende Kundschaft. „Jetzt?“, lautete die aufgeregte Antwort vor der Tür. „Ja, kommt rein“, hieß es endlich als das Göttinger Vinyl-Reservat um Punkt 11 Uhr seine Pforten öffnete und die Wartenden sich endlich auf die Tische mit den begehrten Platten stürzen konnten. Es ist Record Store Day.

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Sammler unter sich: Großer Andrang im Vinyl-Reservat.

Quelle: Heller

Göttingen. Nicht nur in Göttingen, auf der ganzen Welt öffneten am Sonnabend unabhängige Plattenläden ihre Türen und hatten, neben ihrem normalen Bestand an Platten, limitierte Sonderveröffentlichungen, die eigens für die Record Store Day herausgebracht wurden, im Angebot.

Für viele Grund genug sich bereits frühzeitig vor dem Plattenladen anzustellen. „Da waren schon um 10 Uhr Leute hier. Die hab ich erst mal wieder weggeschickt“, erzählte Alfred „Motion“ Thomas vom Vinyl-Reservat. Kurze Zeit später war die Schlange dann aber doch da und wurde mit Stühlen und Kaffee versorgt.

Einer von ihnen war Dennis Busse. „Ich hab noch keine riesige Plattensammlung, aber bin sozusagen gerade dabei sie aufzustocken“, sagte Busse, wovon auch zwei lange Einkaufszettel in seiner Hand zeugten. Er wollte besonders nach den limitierten Record Store Day-Auflagen schauen. „Meine erste Platte war irgendwas von Nirvana, so genau weiß ich das nicht mehr.“

Wie die meisten verschlug es auch ihn sofort an den Tisch mit den exklusiven Scheiben. Wer da seine Wunschplatte bekommen wollte, musste sich beeilen, oftmals waren nur wenige Exemplare vorhanden. Da liegt es in der Natur der Sache, dass des einen Freud des anderen Leid bedeutet. Getroffen hat es zum Beispiel Student Kevin. Nur wenige Minuten nach Ladeneröffnung war „seine“ Wu-Tang-Clan Platte vergriffen – es gab nur ein Exemplar. „Ich glaub es nicht. Da quält man sich extra mit riesigem Kater aus dem Bett und kommt dann doch zu spät“, erzählte er fassungslos. Stattdessen ging die Platte an die 31-jährige Annie. Sie stand in der Schlange ganz vorne und hat bis zur Eröffnung ausgeharrt. Beim Record Store Day sind es eben manchmal nur Nuancen, die zwischen Freud und Leid unterscheiden.

Von Benni Köster

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